Die Social-Media-Plattform X wird die Art und Weise ändern, wie sie „blaue Häkchen“ an Nutzer in Europa vergibt.
X hat zugestimmt, das Verifizierungssystem für EU-Länder zu ändern
Der soziale Netzwerk X, Teil der Unternehmensgruppe von Elon Musk, hat die Europäische Kommission dazu angeregt, ihr Verfahren zur Bestätigung von Konten europäischer Bürger zu überarbeiten. Die Behörde gab dies bekannt, nachdem auf die Plattform eine Geldstrafe in Höhe von 120 Mio. Euro verhängt wurde.
> „X hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Situation mit dem blauen Haken zu beheben. Jetzt wird die Kommission die vorgeschlagenen Maßnahmen gründlich prüfen“, sagte Thomas Régnier, Vertreter der Europäischen Kommission. Er verriet keine Details des neuen Verfahrens, und X selbst hat die Nachricht bislang nicht kommentiert (Bloomberg).
Kurze Konfliktgeschichte
* Dezember 2023 – Die Europäische Kommission verhängte eine Geldstrafe gegen X wegen Verstöße gegen die Inhaltsmoderationsregeln und die Anforderungen des Digital Services Act (DSA). Insbesondere gab das kostenpflichtige Abonnement Zugang zur Kontoverifizierung („blaues Häkchen“), was die Behörde als irreführend für Nutzer erachtete.
* Das Problem besteht darin, dass früher das blaue Häkchen nur Profilen zugewiesen wurde, die potenziell Ziel von Betrug sein könnten (Journalisten, öffentliche Persönlichkeiten und andere Prominente). Musk entschied sich, diese Funktion kostenpflichtig anzubieten, was dazu führte, dass Nutzer solche Konten weiterhin als zuverlässig betrachteten.
Zusätzliche Vorwürfe der Europäischen Kommission
* Unzureichende Transparenz der Werbeprozesse auf X.
* Ablehnung der Plattform, unabhängigen Forschern Zugang zu Daten zu gewähren.
Infolgedessen wurde dem Unternehmen aufgelegt, das Problem mit dem blauen Häkchen bis zum 12. März zu lösen, andernfalls würden periodische Geldstrafen fällig. Die einmalige Strafe ist bereits angefochten; X muss sie entweder bezahlen oder eine finanzielle Garantie bis zum 16. März vorlegen.
Reaktion der USA
Als Antwort auf die Maßnahmen der Europäischen Kommission beschuldigten amerikanische Behörden die EU der Zensur und verhängten Visabeschränkungen für den ehemaligen europäischen Kommissar Thierry Breton, der bis 2024 den Technologiesektor leitete, sowie für mehrere Aktivisten.
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