Die NASA arbeitet daran, die Absturz der Swift-Ortung zu retten, die bis Ende des Jahres aus der Umlaufbahn geraten könnte

Die NASA arbeitet daran, die Absturz der Swift-Ortung zu retten, die bis Ende des Jahres aus der Umlaufbahn geraten könnte

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NASA sucht Rettung für die Swift-Observatorium

Die kleine Weltraummission Neil Gehrels Swift Observatory befindet sich seit 2004 in einer niedrigen Erdumlaufbahn und wird voraussichtlich „Höhe verlieren“ aufgrund atmosphärischer Bremswirkung. Ohne Maßnahmen wird der Satellit höchstwahrscheinlich bis zum Ende des laufenden Jahres in die Atmosphäre fallen.

Um dies zu verhindern, hat NASA einen Vertrag über 30 Millionen US-Dollar mit dem privaten Unternehmen Katalyst Space Technologies abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung soll bis zum 1. Juni eine Service-Rakete Pegasus XL starten, die das „Servicegerät Link“ trägt. Ziel ist es, sich Swift anzunähern, zu koppeln und seine Umlaufbahn auf eine sichere Höhe anzuheben.

Warum dies nötig ist
1. Das Observatorium im Wert von etwa 500 Millionen US-Dollar erhalten.

2. Prüfen, ob kommerzielle Raumfahrtbetreuung für die Rettung staatlicher Satelliten geeignet ist, die ursprünglich nicht für Serviceoperationen ausgelegt sind.

Was Swift tut
- Untersucht Gamma‑Ausbrüche – die mächtigsten Explosionen im Universum (Tod massiver Sterne, Verschmelzung von Neutronensternen und Schwarzen Löchern).

- Kann sich schnell auf die Quelle der Strahlung ausrichten, solange sie nicht abklingt.

- In den USA gibt es keinen anderen Satelliten mit solchen Fähigkeiten.

Orbitproblem
- Auf seiner niedrigen Erdumlaufbahn spürt Swift bereits den Widerstand der dünnen Atmosphäre.

- Bei hoher Sonnenaktivität und geomagnetischen Stürmen hat die Bremswirkung zugenommen, und ein Absturz wird bis Ende 2026 wahrscheinlicher.

- Unter einer Höhe von weniger als 320 km wird die Kontrolle über zwei große Geräte gefährlich aufgrund des steigenden aerodynamischen Widerstands.

Was Link tut
- Ausgestattet mit drei robotisierten Greifarmen mit Griffen, die für verschiedene Kontaktvarianten ausgelegt sind.

- Das System soll „gewöhnliche“ Greifstellen (Kanten, Vorsprünge) nach mehreren Wochen Annäherung finden.

- Außerdem könnte die Oberfläche von Swift in 22 Jahren degradieren: lackierte Elemente könnten durch UV‑Strahlung spröde werden, und die äußere Isolierung könnte unter atomarem Sauerstoff brüchig werden.

Schwierigkeiten und Risiken
Risiko Ursache
Fehlende vollständige visuelle Dokumentation
In den Archiven von NASA und Northrop Grumman fehlen endgültige Aufnahmen, die für eine genaue Annäherungsplanung erforderlich sind.

Raketenauswahl
Falcon 9 ist wegen der orbitalen Neigung (Swift fliegt zwischen 20° N und 20° S) ungeeignet. Pegasus XL ist flexibler, wurde aber seit 2021 nicht mehr eingesetzt.
- Für einen Start auf die gewünschte Umlaufbahn wäre ein Falcon 9 von Cape Canaveral erforderlich, was ≈ 65–70 Millionen US-Dollar kosten würde – fast doppelt so viel wie das Missionsbudget.

Pegasus XL kann bis zu 400 kg zur gewünschten Trajektorie transportieren und war bei der letzten Mission etwa 28 Millionen US-Dollar gekostet.

Handlungsplan
1. Start von Pegasus XL – 1. Juni.
2. Annäherung an Swift – mehrere Wochen.
3. Kopplung und Anhebung der Umlaufbahn – Abschluss der Operation bis Sommer/Herbst.

Wenn alles erfolgreich verläuft, wird das Observatorium noch einige Jahre weiterarbeiten, und Katalyst erhält einzigartige Erfahrung mit der ersten weltweiten Kopplung an einen bereits funktionierenden Satelliten. Wenn die Mission scheitert, fällt Swift bis Ende 2026 ab, und NASA verliert ein wichtiges wissenschaftliches Instrument.

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