Die Nachfrage nach teurem Silber führte zu Preissteigerungen sogar bei „unsichtbaren“ Elektronikkomponenten
Überblick über die Preisentwicklung bei passiven elektronischen Bauteilen
Seit Beginn des vergangenen Jahres ist ein allgemeiner Anstieg der Kosten für Speicher und Datenträger zu beobachten, aber nun richtet sich die Marktaufmerksamkeit auf andere kritische Komponenten – passive Elemente wie Filter, Induktivitäten und Kondensatoren.
1. Was wird sich bei Murata ändern? Inkrafttreten: 1. April.
- Neue Preise gelten für vier Gruppen:
1. Ferritfilter für Oberflächenmontage
2. Mehrschichtige Ferrit-Leistungsinduktoren
3. Mehrschichtige Hochfrequenzinduktoren
4. Mehrschichtige Phasenverschiebungsdrossel
- Grund der Erhöhung: steigende Silberpreise, die in diesen Komponenten verwendet werden.
Murata ist der weltweit größte Hersteller passiver Bauteile, und seine Entscheidung wirkt bereits auf die Lieferketten rund um den Globus.
2. Andere Akteure erhöhen ebenfalls Preise – Samsung Electro‑Mechanics kündigte an, die Preise im April zu erhöhen.
- Taiwanische und chinesische Konkurrenten bleiben nicht zurück: sie prüfen ebenfalls Preissteigerungen, insbesondere bei mehrschichtigen Keramikkondensatoren (MLCC).
- Es wird erwartet, dass MLCC bereits im zweiten Quartal um Dutzende Prozent teurer werden können.
3. Wie wirkt sich das auf Endprodukte aus? Smartphones: ein Gerät enthält in der Regel über 1 000 MLCC.
- Server und Motherboards verwenden sie in mehreren Vielfachen mehr.
- Daher führt die Preissteigerung bei passiven Bauteilen direkt zu höheren Kosten für alle elektronischen Geräte, von Mobiltelefonen bis hin zu Rechenzentren.
4. Die Nachfrage, unterstützt durch den KI‑Boom, hält einen hohen Bedarf an MLCC aufrecht.
- Die Produktionskapazitäten führender japanischer und koreanischer Lieferanten sind mehr als 80 % ausgelastet.
- Murata plant, die Bestellung von MLCC im oberen Preissegment in diesem Quartal um etwa 20–25 % zu erhöhen.
Somit hat die Preissteigerung bei passiven Komponenten bereits spürbare Auswirkungen auf Lieferketten und Endproduktpreise, und die Nachfrage durch KI verstärkt diesen Trend.
Kommentare (0)
Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.
Zum Kommentieren anmelden