Die Kosten für das GPT‑5.5-Modell von OpenAI lagen 1,5 bis 2 mal höher als bei der vorherigen Version.
Neue Preise für GPT‑5.5: was hat sich geändert und warum kostet es Geld
Mit der Veröffentlichung des Modells GPT‑5.5 hat OpenAI die Kosten für den Zugang über die API erhöht. In einigen Fällen ist der Preis pro Token doppelt so hoch wie bei der vorherigen Version.
Typische AnfragePreis pro 1 Mio. Tokens (GPT‑5.5)Preis pro 1 Mio. Tokens (GPT‑4.4)Eingehend$5,00$2,50Cache‑eingehende$0,50$0,25Ausgehend$30,00$15,00
OpenAI behauptet, dass die Preiserhöhung teilweise durch die höhere Effizienz des Modells kompensiert wird: GPT‑5.5 liefert bessere Ergebnisse bei weniger Tokens.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Die Analyse von OpenRouter zeigte, dass sich die tatsächlichen Kosten für die Arbeit mit GPT‑5.5 im Vergleich zu GPT‑4.4 um 49 % bis 92 % erhöht haben:
- Bei langen Anfragen (mehr als 10 000 Tokens) wird durch kürzere Ausführungszeiten eingespart, obwohl die Kosten deutlich steigen.
- Für kurze Anfragen (< 10 000 Tokens) steigen die Kosten erheblich, während die Verarbeitungszeit nicht abnimmt.
Außerdem erzeugt GPT‑5.5 bei langen Anfragen 19–34 % weniger Tokens, was die Systembelastung senkt, aber den Preisanstieg nicht vollständig neutralisiert.
Finanzielle Folgen für Branchenführer
OpenAI und Anthropic bleiben weiterhin im Verlust:
- OpenAI: erwarteter Verlust von 14 Mrd. $ im Jahr 2026.
- Anthropic: prognostizierter Verlust – 11 Mrd. $.
Das neue Modell von Anthropic, Claude Opus 4.7, wird zu denselben Tarifen wie die vorherige Version verkauft, trotz angeblicher Verbesserungen des Tokenizers. OpenRouter stellte jedoch fest:
- Bei Anfragen über 2000 Tokens stiegen die Kosten um 12–27 %, selbst unter Berücksichtigung von Caching.
- Für Anfragen unter 2000 Tokens halfen kürzere Antworten, die zusätzlichen Kosten des Tokenizers zu kompensieren.
Fazit
Die Einführung von GPT‑5.5 hat zu einem erheblichen Preisanstieg der API geführt, aber das Unternehmen ist überzeugt von der erhöhten Effizienz des Modells. In der Praxis bedeutet dies deutliche Preissteigerungen für Nutzer, insbesondere bei kurzen Anfragen, und die Fortsetzung finanzieller Verluste bei den größten Akteuren im KI-Markt.
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