Die erste private indische Rakete wird diesen Sommer ins All starten – die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Fluges ist gering, aber so ist es.

Die erste private indische Rakete wird diesen Sommer ins All starten – die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Fluges ist gering, aber so ist es.

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Skyroot Aerospace: bereitet sich auf den Sommerstart von Vikram‑1 vor

Der indische Start-up Skyroot Aerospace, gegründet von ehemaligen Mitarbeitern der nationalen Weltraumagentur ISRO, plant bereits in diesem Jahr den ersten orbitalen Start des Raketen­Vikram‑1. Kürzlich hat das Unternehmen 60 Millionen US-Dollar an Investitionen angezogen und ist damit der erste „Einhor“ Indiens mit einer Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar.

Was ist Vikram‑1?
* Typ – dreistufiger Feststoffrakete.
* Mission – eine Nutzlast von fast einer halben Tonne in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen.
* Hülle – überwiegend aus Kohlefaserverbundwerkstoff.
* Motor – der einzige Kalam‑1000-Motor in der ersten Stufe, Schub 1 000 kN (≈ 100 Tonnenschnellkraft).

Der Geschäftsführer und Mitbegründer Pavan Kumar betont: „Die Verwendung eines einzigen Motors vereinfacht die Produktion und Tests im Vergleich zu einer mehrmotorigen Flüssigtreibstoffkonfiguration. Genau deshalb bewegen wir uns so schnell voran.“

Projektstatus
* Skyroot hat bereits die letzte Testphase durchlaufen und liegt damit den Konkurrenten, darunter Agnikul Cosmos, voraus.
* Kumar unterstreicht: „Statistisch endet der erste Start eines privaten Unternehmens fast immer mit einem Misserfolg, aber wir haben alles getan, um sicherzustellen, dass er erfolgreich verläuft.“

Geschichte und Namen
* Die Raketengattung ist nach dem Physiker Vikram Sarabhai benannt – Gründer des indischen Weltraumprogramms.
* Im November 2022 startete Skyroot die suborbitale Version Vikram‑S, die keine Umlaufbahn erreicht, aber Schlüsseltechnologien für Vikram‑1 testen lässt.

Branchenkontext
* Seit 2020 öffnet die indische Regierung die Raumfahrtindustrie für den privaten Sektor.
* Der Minister für Wissenschaft und Technologie Jitendra Singh hat das Ziel gesetzt, den Anteil des Landes an der globalen Raumfahrtwirtschaft von 2 % auf 10 % bis 2030 zu erhöhen.
* Premierminister Narendra Modi forderte eine Verdoppelung der jährlichen Starts von etwa fünf auf fünfzig bis zum Ende des Jahrzehnts.

Damit steht Skyroot Aerospace am Rande eines wichtigen Schritts: Der erste orbitalen Start von Vikram‑1 könnte sowohl für das Unternehmen als auch für die indische Raumfahrtbranche insgesamt ein bedeutendes Ergebnis sein.

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