Die Ära des 128‑GB‑Speichers geht zu Ende – künstliche Intelligenz drängt Smartphones dazu, den Speicherplatz zu vergrößern, trotz der Erwartungen des Marktes
TrendForce prognostiziert ein Wachstum der Speichergrößen in Smartphones bis zum Jahr 2026
Das Unternehmen TrendForce hat einen neuen Bericht veröffentlicht, in dem von einer weiteren Steigerung des durchschnittlichen Speicherplatzes in mobilen Geräten die Rede ist, obwohl viele Marktteilnehmer einen umgekehrten Trend erwartet hatten. Zuvor wurde angenommen, dass Hersteller gezwungen sein würden, die Spezifikationen der Geräte zu reduzieren, um die Marge bei steigenden Preisen für NAND‑Speicher und Beschränkungen bei der Komponentenversorgung aufrechtzuerhalten.
Was Experten sagen
Laut 9to5Mac, die sich auf TrendForce beziehen, wird bis zum Jahr 2026 die durchschnittliche Kapazität von Speichermedien in Smartphones um etwa 4,8 % steigen. Der Hauptfaktor für das Wachstum ist die Erweiterung der Möglichkeiten künstlicher Intelligenz (KI), die lokal auf dem Gerät arbeitet.
- Apple Intelligence 2.0 und HarmonyOS AI von Huawei erfordern für einen effizienten Betrieb 40 bis 60 GB Systemspeicher.
- Bereits jetzt gibt es Veränderungen: Apple hat sich von Modellen mit 128 GB Speicher abgewendet und das iPhone 17 mit mindestens 256 GB veröffentlicht. Ebenso stellte das Unternehmen das iPhone 17e anstelle des iPhone 16e vor.
TrendForce erklärt, dass solche Entscheidungen notwendig sind, um ausreichend Platz für KI‑Anwendungen und Benutzerdaten zu gewährleisten.
Warum Hersteller auf niedrigen Speicher verzichten
Der Verzicht auf Geräte mit begrenzter Kapazität ist nicht nur auf die Anforderungen von KI zurückzuführen, sondern auch auf technologische Fortschritte bei NAND‑Flash. TrendForce weist darauf hin, dass das Wachstum der Speichergrößen im iPhone bis zum Jahr 2026 deutlich höher sein wird als bei Android-Geräten: Premium-Marken können höhere Kosten für Speicher leichter durch höhere Gerätepreise decken.
Daher sieht TrendForce trotz Marktvorstellungen einen nachhaltigen Anstieg der Speichergrößen in Smartphones bis zum Jahr 2026, unterstützt durch die Nachfrage nach lokaler KI‑Verarbeitung und technologischen Verbesserungen der Flash‑Speicher.
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