Dewars hat einen Roboterdetektiv entwickelt, der Whisky-Dampfreizüge erkennt.
Dewar’s zieht einen Roboterhund in die Arbeit – „der erste automatische Whisky-Riecher der Welt“
Der schottische Whisky-Hersteller Dewar’s hat das Problem des Lecks und der Verdunstung von Alkohol aus Fässern gelöst, indem er auf einem seiner Lager ein robotergesteuertes Hundesystem von Boston Dynamics Spot installiert hat. Eine speziell modifizierte Version trägt den Namen Royal Barkla.
Warum das wichtig ist
- Whisky reift in Holzfässern zwischen 3 und 12 Jahren.
- In mehr als hundert Dewar’s-Lager werden jeweils 25 000 Fässer gelagert.
- Mit der Zeit beginnen die Fässer zu lecken, und Alkohol verdunstet – „der Anteil der Engel“ (Verlust von Flüssigkeit) beträgt normalerweise 2 % des Volumens pro Jahr.
- Wenn das Leck zunimmt, verändert sich der Geschmack des Whiskys und der Wert des Produkts sinkt.
Große Fabriken prüfen die Fässer in der Regel manuell: sie klopfen darauf oder verwenden andere einfache Methoden, aber das ist unmöglich in großen Lagern, wo die Fässer bis zur Decke vertikal stehen.
Wie Royal Barkla funktioniert
1. Greifer und „Nase“ – auf dem 3D-gedruckten Arm des Hundes ist ein Ethanol-Sensor installiert, der Dämpfe auch bei geringen Konzentrationen erkennen kann.
2. Patrouille – Spot bewegt sich durch das Lager, „riecht“ jedes Fass und misst den Dampfdruck.
3. Datenanalyse – bei Erkennung von Anomalien sendet der Roboter eine Meldung über das problematische Fass.
Die Projektkosten beliefen sich auf etwa 100 000 Dollar. Nach Tests mit einer kleinen Anzahl bekannter Fässer hat Spot die Prüfungen erfolgreich bestanden und begann in dem realen Lager von Dewar’s zu arbeiten, wobei er 10 % der Fässer identifizierte, die repariert werden mussten.
Beschränkungen und Zukunft
- Höhe – Spot kann sich nur bis zu 1,5 m bewegen, was nur den unteren Fassbereich abdeckt.
- Entwicklungspläne – das Team prüft Optionen: ein Spinnenroboter, der an Fasswänden klettern kann, oder ein Drohnen mit Alkohol-Dampfsensor.
Bacardi verwendet bereits Drohnen zur Sicherheitskontrolle und Dachinspektion, daher erscheint die Integration in die Whiskyprüfung als logischer Schritt.
Fazit: Dewar’s hat gezeigt, dass ein automatischer „Riecher“ die Entdeckung von Lecks und Alkoholverdunstung erheblich beschleunigen kann, was die Effizienz der Whiskybestandsverwaltung steigert. Die Weiterentwicklung der Technologie verspricht noch genauere und kostengünstigere Lösungen für die Branche.
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