Der weltweite Verkauf von Personalcomputern wird um 5 % sinken, weil die Speicherpreise steigen, während die einzige Perspektive bei Apple und Gaming liegt.
Prognose von Counterpoint Research: weltweite PC-Lieferungen sinken bis 2026 auf 262 Mio.
Die Analysefirma Counterpoint Research schätzt, dass die weltweit verkauften PCs im Jahr 2026 um etwa 5 % gegenüber 2025 zurückgehen werden. Während es 2025 noch 275 Mio Geräte gibt, rechnen sie mit 262 Mio im Jahr 2026.
> Der Hauptgrund für den Rückgang ist der anhaltende Preisanstieg bei Speicher (RAM). Hersteller sind gezwungen, die Endproduktpreise zu erhöhen, um ihre Kosten zu decken, was die Gesamtnachfrage senkt.
Stabilität des PC-Segments
Counterpoint weist darauf hin, dass der PC-Markt zuverlässiger bleibt als andere Konsumelektronikkategorien. Dies liegt an einem aktiven Ersatzzyklus:
- Der Großteil der bestehenden Nutzerbasis kann noch auf Windows 11 aktualisieren;
- Microsoft fördert kontinuierlich neue OS-Versionen, was Käufer dazu motiviert, alte Hardware zu ersetzen.
Historischer Kontext
* 2021 – Höhepunkt der Pandemie: Verkäufe übertrafen 300 Mio Einheiten.
* 2023 gab es einen Rückgang, aber in den Jahren 2024–2025 erholten sich die Zahlen, erreichten jedoch nicht das Niveau von 2021.
Wie sich Marken unterscheiden
Brand Erwarteter Effekt Dell, HP, Lenovo Kleinster Verkaufsrückgang Acer, Asus Deutlicherer Rückgang Apple Gegenläufige Tendenz – Wachstum durch den neuen MacBook Neo
Apple wird laut Counterpoint-Prognose im Jahr 2026 mehr PCs verkaufen als im Jahr 2025, unterstützt von neuen Modellen und der Unterstützung durch Apple.
Gaming-PC-Markt
* Preissteigerungen bei Komponenten (insbesondere Speicher) wirken sich nur geringfügig auf die Verkäufe teurer Gaming-Systeme aus.
* Wenn die RAM-Kosten um $100–$200 zu einem etwa $500 Laptop hinzukommen, wird dies einen signifikanten prozentualen Anstieg darstellen und Käufer abschrecken können.
* Bei Gaming-PCs beträgt der RAM-Preis bei $200 bei einer Gesamtkosten von $2 000 nur einen kleinen prozentualen Anstieg, der es unwahrscheinlich macht, dass junge Konsumenten vom Kauf absehen, insbesondere wenn Eltern die Kosten übernehmen.
Fazit: 2026 wird einen moderaten Rückgang der weltweiten PC-Lieferungen durch steigende Speicherpreise bringen, aber das Segment bleibt relativ stabil dank Update-Zyklen und Microsoft-Unterstützung. Die Verkaufsdynamik variiert nach Marken: große Akteure (Dell, HP, Lenovo) werden weniger betroffen sein, während Apple sogar über das aktuelle Nachfragelevel hinausgehen könnte. Auf dem Gaming-PC-Markt wird der Einfluss von Preisänderungen schwächer sein als bei günstigeren Laptops.
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