Der Threadripper Pro 9995WX erreichte 5,3 GHz ohne Nitrogen: Wir haben die Abdeckung durch einen Kühlblock ersetzt, einen Chiller angeschlossen und 140 Liter Wasser verwendet.
Der chinesische YouTube-Kanal Geekerwan hat den 96‑Kern-Prozessor AMD Ryzen Threadripper Pro 9995WX getestet
Der Betreiber des Kanals Geekerwan entwickelte ein eigenes Flüssigkeitskühlsystem und testete damit die Flaggschiff-Workstation-Chip AMD Ryzen Threadripper Pro 9995WX, dessen Preis bei fast 12.000 US-Dollar liegt. Das System umfasst:
* Einen integrierten Wärmeverteiler (IHS), gefertigt an einer CNC-Maschine;
* Hochwertige Kühllösungen aus der Automobilindustrie;
* Einen industriellen Chiller;
* Ein Reservoir mit einem Fassungsvermögen von 140 l.
Warum das wichtig ist
* Der Ryzen Threadripper Pro 9995WX ist ein Zen‑5-Prozessor, der für professionelle Workstations konzipiert wurde. Er ist zwei- bis dreimal größer als herkömmliche Konsumchips und verwendet eine komplexe „Chiplet“-Architektur, was die Kühlung besonders kritisch macht.
* Modifikationen am IHS wurden bereits bei Core i9‑14900KS gesehen, aber für den Threadripper 9995WX ist ein spezieller Ansatz erforderlich.
Vorbereitung des Projekts
1. Testen an älteren Modellen
Das Team nutzte mehrere Ryzen Threadripper 1900X, um verschiedene Mikrokanal-Layouts zu entwerfen und zu testen.
2. Bestimmung der Tiefe der Rillen
* Der IHS des Threadripper 9995WX ist dicker (0,6 mm) als bei 1900X, daher mussten die Mikrokanäle etwas tiefer gemacht werden.
* Die Rillen wurden mit 1,5 mm, 2,0 mm und 2,5 mm getestet: Temperaturen – 82,1 °C, 81,2 °C bzw. 80,4 °C.
* Eine Tiefe von 2,0 mm wurde gewählt (mit ≥ 2,1 mm Wärmeabstrahlfläche), um die strukturelle Integrität nicht zu gefährden.
3. Auswahl des Mikrokanal-Layouts
* Standardrechte Kanäle wurden durch wellenförmige S‑förmige Kanäle ersetzt.
* Die Simulation zeigte eine Erhöhung der Wärmeübertragungsfläche um ca. 20 %.
* Auf dem 1900X senkte diese Konstruktion die Temperatur im Vergleich zu geraden Kanälen um 1,2 °C.
4. Produktion
* Auf der Taikan T‑700S-Maschine wurden 19 Stunden gearbeitet und 14 zerbrechliche Fräser mit einer Dicke von 0,3 mm verwendet.
* Der endgültige IHS besteht aus einem Array von hundert Rastern unterschiedlicher Länge auf einer Platine im Wert von 12.000 $.
Endmontage
* Für die Kühlung wurden Automobilkomponenten eingesetzt, die höhere Flüssigkeitsgeschwindigkeit und -druck als herkömmliche Kühler bieten.
* Das System enthält einen industriellen Chiller und ein Reservoir, was eine stabile Temperatur bei intensiver Belastung ermöglicht.
Ergebnisse
Geekerwan zeigte, wie man eine komplexe Hardwarelösung (96‑Kern Threadripper Pro 9995WX) mit einer hochmodernen Flüssigkeitskühlung kombinieren kann. Die Ergebnisse zeigen, dass ein richtig gestalteter IHS und wellenförmige Mikrokanäle die thermische Effizienz auch bei den leistungsstärksten Workstations erheblich verbessern können.
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