Der Gewerkschaftsverband von Samsung stellte die Bedingung für das Aufgeben der gesamten Streikaktion auf, die zu täglichen Verlusten von bis zu 680 Millionen US-Dollar führen könnte.
Verhandlungen über Prämien bei Samsung: Mediator und mögliche Streik
Diese Woche kam ein Vermittler – die Zentralkommission für Arbeitsbeziehungen, Teil des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeit Südkoreas – in den Dialog zwischen der Geschäftsführung von Samsung Electronics und dem Gewerkschaftsverband der Mitarbeiter.
Der Gewerkschaftsführer erklärte, dass seine Kollegen bereit wären, auf einen allgemeinen Streik zu verzichten, wenn ein transparenteres System zur Verteilung der Prämien eingeführt wird.
Was der Gewerkschaft gefordert wird
* Erhöhung des Grundgehalts – um 7 %.
* Gewinnverteilung – bis zu 15 % des jährlichen operativen Gewinns des Unternehmens in Form von Boni.
Derzeit ist die maximale Prämie auf 50 % des Jahresgehalts begrenzt. Durch den Anstieg der Einnahmen von Samsung, ausgelöst durch das rasante Wachstum der KI, halten die Gewerkschaftsvertreter diese Begrenzung für ungerecht.
Die Gewerkschaft umfasst 70 000 Mitarbeiter – mehr als die Hälfte der Belegschaft des Unternehmens.
Mögliche Konsequenzen
Wenn die aktuelle Verhandlungsphase nicht zum gewünschten Ergebnis führt, könnten die Mitarbeiter einen allgemeinen Streik vom 21. Mai bis 7. Juni ausrufen.
Der Gewerkschaft schätzt die Verluste von Samsung auf 680 Millionen US-Dollar pro Tag der Stagnation, ohne zusätzliche Kosten für die Wiederherstellung der Produktion von Chipfertigungsanlagen.
Als Ende letzten Jahres die Verhandlungen über höhere Prämien begannen, hatte niemand im Gewerkschaftsverband damit gerechnet, dass es zu einem Streik kommen könnte.
Schlüsselpersonen und Kontext
* Der Gewerkschaftsführer – Choi Seung‑ho.
Er kritisiert die Undurchsichtigkeit der Entscheidungen der Samsung-Führung in Bezug auf Prämien, Gehälter und Karriereentwicklung.
* Im Jahr 2023 brachte der Halbleiterbereich des Unternehmens Verluste; reguläre Mitarbeiter erhielten keine Jahresboni, während ihre Vorgesetzten ohne Verluste blieben.
* Durch die Lohnlücke sind bereits über 400 Gewerkschaftsmitglieder in den letzten vier Monaten zu SK hynix gewechselt.
Choi betont, dass Samsung-Gewerkschaft nicht bestrebt sei, sich mit politischen Parteien anzufreunden – wie es einige andere Branchenverbände tun. Er unterstützt die Entwicklung der nationalen Halbleiterindustrie und erinnert daran, wie seine Eltern im Jahr 2017 beim Eintritt in Samsung vor Freude weinten. Für ihn bleibt Samsung „eine hervorragende Firma“.
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