Der Geschäftsführer von Phison warnt: „Es gibt nicht genug Mittel und Vorräte“ – die Preise für NAND werden rasch steigen.
Khain-Seng Pua: NAND-Preise steigen, während der Speicherknappheit keine Eile zu entfallen scheint
Der Geschäftsführer des taiwanesischen Speichercontroller-Herstellers Phison Electronics, Khain‑Seng Pua, betonte erneut, dass die weltweite Chipmangel weiterhin zunimmt. Er wies darauf hin, dass die Preise für NAND-Chips in einer Nacht um fast 50 % gestiegen sind und der Preisanstieg durch starken Nachfrage aus dem KI-Sektor sowie Lieferbeschränkungen erklärt wird.
Schlüsselwachstumsfaktoren
* Nachfrage aus dem AI‑Sektor – unter den neuen Kunden von Phison tauchten Cloud-Service-Giganten und „KI‑Hyper‑Scaler“ auf.
* Große SSD-Verkäufe – 30 % des Umsatzes des Unternehmens stammen im ersten Quartal aus firmeneigenen Solid‑State‑Speichern für Unternehmen.
* Lagerbestandszuwachs – von Ende 2025 bis Ende Februar 2026 stiegen die Umsätze von Phison von 35,6 Mrd. auf 50 Mrd. taiwanesische Dollar (≈ 1,12 Mrd. → 1,57 Mrd. USD).
Lieferprobleme
Trotz finanzieller Stabilität hat das Unternehmen Schwierigkeiten bei der Beschaffung:
* Phison hat langfristige Verträge mit zwei DRAM-Lieferanten und sechs NAND-Herstellern abgeschlossen.
* Verhandlungen über Vorauszahlungen laufen, um im Falle einer weiteren Verschärfung des Mangels prioritären Zugang zu Materialien zu erhalten.
Der Vorstandsvorsitzende betonte, dass „niemand weder Geld noch Vorräte hat“ und deshalb der Aufsichtsrat einen syndizierten Kredit von mehreren Banken in Höhe von 400–500 Mio. USD genehmigt hat. Diese Mittel sollen die Lagerbestände aufrechterhalten und weitere Forschung unterstützen.
Risiken großer Reserven
Große Bestände bergen selbst ein Risiko: Wenn sich der Markt ändert, könnten die Preise stark fallen. Dennoch fühlt sich Phison sicher, da Samsung die DRAM-Preise um mehr als 100 % erhöht hat und HP bestätigt hat, dass Arbeitsspeicher und Speichergeräte bereits 35 % des PC-Wertes ausmachen.
Technologielösung aiDAPTIV+
Phison entwickelt weiterhin seine Technologie aiDAPTIV+, die die Speichernutzung bei KI-Belastungen optimiert. Die Lösung steigert die Effizienz von Grafikprozessoren, die als KI-Beschleuniger fungieren, und ermöglicht eine maximale Nutzung des begrenzten DRAM-Volumens in ressourcenbeschränkten Systemen.
Somit stärkt Phison trotz steigender Preise und Knappheit aktiv seine Positionen durch strategische Verträge, Finanzinstrumente und eigene technologische Innovationen.
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