Der Entwickler japanischer Mikroprozessoren Rapidus plant, Chips sogar auf dem Mond herzustellen

Der Entwickler japanischer Mikroprozessoren Rapidus plant, Chips sogar auf dem Mond herzustellen

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Rapidus ist ein Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, 2‑nm-Chips im Jahr 2024 auf den Markt zu bringen

* Wer und warum?

Ein Konsortium japanischer Investoren, gegründet im Jahr 2022, gründete Rapidus. Im nächsten Jahr plant es, die Massenproduktion fortschrittlicher 2‑nm-Mikroprozessoren an einer neuen Fabrik in Hokkaido zu starten. Kunden haben bereits Anfragen gestellt, und das Unternehmen ist bereit, deren Nachfrage zu erfüllen.

* Wer leitet das Projekt?

Der Leiter von Rapidus ist Atsuyoshi Koike. Nach seinen Worten sei er „in der Branche jung“, aber seine Ambitionen sind ebenso groß. Er träumt sogar davon, Chips auf dem Mond herzustellen, und hält dies für völlig realistisch.

* Wie wurde der Weg zu 2‑nm gegangen?

Im Juli dieses Jahres veröffentlichte Rapidus den ersten Prototypen, der nach 2‑nm-Technologie gefertigt wurde. Für die Bewältigung komplexer Lithografieprozesse bat das Unternehmen um Unterstützung von IBM in den USA – diese wurden zum technologischen Donor. Koike betont, dass die japanische Halbleiterindustrie früher zu isoliert war und dies ein Fehler sei. Um schnell aufzuholen, schickte Rapidus Ingenieure nach New York zur Weiterbildung.

* Was macht Rapidus einzigartig?

Der Hauptvorteil besteht in der Geschwindigkeit von der Projektphase bis zur Serienproduktion. Normalerweise dauert dieser Prozess bis zu 50 Tage; Rapidus will ihn auf 15 Tage reduzieren. Für die Beschleunigung sind Kunden bereit, mehr zu bezahlen, und das Unternehmen vergleicht dies mit der Tarifpolitik japanischer Hochgeschwindigkeitszüge.

Darüber hinaus kann Rapidus ultra‑kleine Chippartien verarbeiten – buchstäblich ab einer einzigen Siliziumscheibe.

* Pläne für die Zukunft

Sobald die Aufträge stabile Einnahmen bringen, plant das Unternehmen den Bau neuer Fabriken, in denen Roboter parallel zu Menschen arbeiten. Koike sagt, dass Rapidus bis zum vierzigsten Jahr des aktuellen Jahrhunderts bereits Chips auch auf dem Mond herstellen wird. Die geringere Schwerkraft und das Vorhandensein von Vakuum würden seiner Meinung nach die Produktionsprozesse effizienter machen.

Zusammengefasst strebt Rapidus an, 2‑nm-Mikroprozessoren schnell in die Produktion zu bringen, indem es IBM als technologische Unterstützung nutzt und sich auf Beschleunigung der Prozesse konzentriert. Langfristig plant das Unternehmen sogar, die halbleitertechnische Industrie auf dem Mond zu erschließen.

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