Der ehemalige Werbekoordinator von Facebook erklärte vor Gericht, dass die Steigerung der Reichweite die Bedeutung der psychischen Gesundheit der Nutzer übersteigt.

Der ehemalige Werbekoordinator von Facebook erklärte vor Gericht, dass die Steigerung der Reichweite die Bedeutung der psychischen Gesundheit der Nutzer übersteigt.

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Gerichtsverfahren in Los Angeles: Jugendliche verklagt soziale Medien wegen Suchtverursachung

In Los Angeles entbrannte ein Gerichtsstreit, bei dem die 20-jährige Kaley (Kaley) Klage gegen große Technologiekonzerne eingereicht hat. Sie behauptet, dass Entwickler von sozialen Netzwerken bewusst Funktionen implementieren, die zu Abhängigkeiten bei Jugendlichen führen.

Schlüsselakteure
Teilnehmer | Rolle
Kaley | Jugendliche Klägerin, beschuldigt Unternehmen, ein „digitales Casino“ zu schaffen
Bryan Balland | Ehemaliger Top‑Manager von Meta (ehemals Facebook), Zeuge im Gericht
Mark Zuckerberg | CEO von Meta, gab Zeugenaussagen zur Unternehmensverantwortung

Was Kaley behauptet
1. Frühe Abhängigkeit von sozialen Medien

- YouTube – 6 Jahre
- Instagram – 9 Jahre
- TikTok und Snapchat – aktiver Gebrauch

2. Psychologische Folgen

- Körperbildprobleme, Depression, suizidale Gedanken
- Schönheitsfilter, endloses Scrollen, Autoplay – „digitales Casino“

3. Verheimlichung von Schadenbeweisen

Kaley behauptet, die Unternehmen hätten Daten über den Schaden ihrer Funktionen geheim gehalten.

Gerichtsverlauf
- Klage eingereicht beim Obersten Gericht von Los Angeles gegen Meta, YouTube, TikTok und Snap.
- TikTok und Snap haben ihre Ansprüche bereits außergerichtlich beigelegt.
- Der Fall wurde zu einem „präzedenzbildenden“ Beispiel unter 1 600 ähnlichen Klagen von Familien und Schulbezirken.

Erklärungen von Bryan Balland
- Bestätigung des Fokus auf Wachstumszahlen: Balland sagte, Meta sei mehr daran interessiert, die Nutzerbasis auszubauen als an psychischer Gesundheit.
- Persönlicher Weg im Unternehmen: von „tiefem blinden Glauben“ bis zur Erkenntnis, dass Wettbewerb und Profit die Hauptprioritäten von Mark Zuckerberg sind.
- Meta‑Algorithmen: zielen auf Engagement; es gibt keine moralischen Algorithmen.

Zeugenaussage von Mark Zuckerberg
- Betonte die Mission von Meta als Balance zwischen Sicherheit und Meinungsfreiheit, nicht nur Gewinnmaximierung.
- In Ballands Antwort wurde jedoch deutlich, dass das Wachstum der Nutzerbasis seit Anfang an den Fokus auf das Wohlbefinden der Nutzer vernachlässigte.

Ergebnis: Dieser Prozess verdeutlicht die wachsende Spannung darüber, wie große soziale Netzwerke Sucht und psychische Gesundheit von Jugendlichen steuern. Die Frage der Verantwortlichkeit bleibt offen für gerichtliche Prüfung.

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