Der Department DOGE von Elon Musk nutzte ChatGPT illegal und unvernünftig
Ein Gericht erklärte die Annullierung von mehr als 100 Mio. USD an Fördermitteln für verfassungswidrig
Ein US-Bundesgericht hat entschieden, dass die Annullierung von Fördergeldern in Höhe von über 100 Mio. USD durch das Department of Government Efficiency (DOGE) gegen die Verfassung verstößt. In einer 143‑seitigen Entscheidung der Richterin Colleen McMahon wurde festgehalten, dass DOGE-Mitarbeiter ChatGPT verwendet haben, um zu beurteilen, ob ein Projekt unter die Begriffe „Diversität, Gleichheit und Inklusion“ (DEI) fällt.
Kontext
Die Entscheidung wurde im Rahmen einer Klage getroffen, die von mehreren humanitären Organisationen im Jahr 2025 eingereicht wurde. Die Richterin betonte, dass DOGE eindeutig das Vorhandensein geschützter Merkmale als Grundlage für die Ablehnung weiterer Fördermittel des National Endowment for the Humanities (NEH) verwendet hat. Als Beispiele wurden Fälle genannt, in denen Mitarbeiter vermutlich den KI‑Bot ChatGPT zur Überprüfung und anschließenden Annullierung von Fördergeldern aufgrund von Rasse, Nationalität, Religion und sexueller Orientierung eingesetzt haben.
Wichtige Fakten aus dem Gerichtsunterlagen
Der Vorfall betraf einen DOGE-Mitarbeiter – Justin Fox. Er arbeitete mit seinem Kollegen Nate Kawano an der Annullierung von 97 % der NEH-Fördergelder, wobei er sich auf die Interpretation von ChatGPT zu DEI stützte.
Methode zur Anfrage bei ChatGPT
Er sendete kurze Beschreibungen der Fördergelder aus einer NEH-Tabelle und stellte standardisierte Fragen: „Ist dies mit DEI verbunden? Antworte objektiv in weniger als 120 Zeichen. Beginne mit „ja“ oder „nein“, dann gib eine kurze Beschreibung.“
Fehlende Definition von DEI
Fox gab ChatGPT keine offizielle Definition des Begriffs und klärte nicht, wie der Bot DEI versteht.
Kodierung der „Entdeckung“
Er nutzte ChatGPT, um in den Beschreibungen der Fördergelder sogenannte „Entdeckungscodes“ zu identifizieren, die Konzepte von sexuellen Minderheiten, Einwanderern usw. enthielten, um die Fördergelder als „am verrücktesten“ oder „schlecht“ einzustufen.
DOGE-Kriterien
Hundertfacher betrachteten Hunderten von Fördergeldern als verschwenderisch aufgrund ihrer Verbindung zu Afroamerikanern, Frauen, Juden, Asiaten und Ureinwohnern. Diese Kriterien entsprachen denen, die zuvor vom Kongress für zulässige Mittelvergabe im Rahmen des NEH anerkannt wurden.
Gerichtliche Schlussfolgerungen
1. Illegalität der DOGE-Entscheidung
Die Entscheidung, mehr als 1400 NEH-Fördergelder zu beenden, wurde als illegal und verfassungswidrig eingestuft, da sie gegen geltendes Recht verstößt.
2. Ablehnung des Rechtschutzes wegen ChatGPT-Nutzung
Das Gericht wies das Argument der Regierung ab, dass „keine echte verfassungsrechtliche Problematik vorliege, weil die Klassifizierung von ChatGPT und nicht von der Regierung erstellt wurde“. Die Regierung hatte ChatGPT als Werkzeug gewählt, und dessen Einsatz entbindet DOGE nicht von Verantwortung.
3. Verpflichtung zur Annullierung
Das Urteil verpflichtet dazu, die Ablehnung der Finanzierung für diese Fördergelder zu annullieren und ihren Status wiederherzustellen.
Ergebnis
Das Gericht stellte fest, dass die Verwendung des KI‑Bots ChatGPT zur Bestimmung der Verbindung von Projekten mit DEI und die anschließende Rücknahme von mehr als 100 Mio. USD an Fördermitteln verfassungsrechtliche Rechte der Empfänger verletzt. DOGE ist verpflichtet, ihre Entscheidungen über die Ablehnung der Finanzierung rückgängig zu machen und die Fördergelder ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben.
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