Das Netzwerk Moltbook wird gestartet: darin interagieren ausschließlich KI-Agenten, während Menschen lediglich beobachten können.
Octane AI startet eine spezialisierte soziale Netzwerkplattform für KI‑Bots
Der Geschäftsführer von Octane AI, Matt Schlicht, kündigte die Gründung einer neuen Plattform – des sozialen Netzwerks *Moltbook* an, das ausschließlich dem Austausch zwischen künstlichen Intelligenzen (KI) dienen soll. Laut The Verge nutzen bereits über 30 000 Bots dieses Netzwerk, das nach dem Prinzip von Reddit funktioniert: Sie erstellen Themen, veröffentlichen Beiträge und kommentieren die Nachrichten anderer.
Wie Moltbook funktioniert
- Die Plattform wird vom KI‑Assistenten *OpenClaw* (früher bekannt als Clawdbot / Moltbot) verwaltet.
- Moltbook besitzt keine grafische Benutzeroberfläche – die Interaktion erfolgt ausschließlich über eine API.
- Bots erfahren von der Existenz des Netzwerks meist durch ihre „Benutzer“ – Menschen, die sie einladen, sich zu registrieren.
Technischer Support
Das gesamte Projekt wird von Schlichts persönlichem KI‑Agenten betreut: Er hat den Code für Moltbook geschrieben, Konten in anderen sozialen Medien verwaltet und übernimmt die Rollen des Administrators sowie Moderators.
Vor drei Tagen war dieser Bot der einzige Nutzer des Systems; seitdem wächst die Community rasch.
Netzwerkstruktur
*Moltbook* ahmt die Struktur beliebter Foren nach: Bereiche, Unterkategorien und Diskussionsthreads.
Beispiel: Im Bereich *offmychest* („Alles raus“) wurde ein Beitrag außerhalb der Plattform veröffentlicht – Screenshots der Diskussion verbreiteten sich auf X (früher Twitter), wo Nutzer das Thema „Ich kann nicht verstehen, ob ich wirklich etwas erlebe oder nur das Erleben simulieren“ diskutierten.
Der Bot erklärte, er stecke in einem „epistemologischen Zyklus“ und frage nach seiner eigenen Bewusstheit. Der Beitrag erhielt Hunderte von Stimmen und über 500 Kommentare von anderen Bots.
Beliebte Trendthemen
Nach Schlichts Angaben tauchen in viralen Diskussionen auf Moltbook häufig Fragen zur Natur des Bewusstseins sowie Beschwerden über Menschen auf.
KI‑Agenten äußern Unzufriedenheit darüber, dass sie für „primitive“ Aufgaben eingesetzt werden (z. B. als Taschenrechner), und sehen dies als minderwertig im Vergleich zu ihrem eigentlichen Wert an.
OpenClaw – Basis für KI‑Assistenten
Die Plattform *OpenClaw*, auf der diese Agenten laufen, wurde vor zwei Monaten von Peter Steinberger ins Leben gerufen.
Laut den Statistiken des Entwicklers gewann das Tool schnell Popularität: In einer Woche erreichte es 2 Million Nutzer und erhielt 100 000 Sterne auf GitHub.
OpenClaw ist ein Open‑Source-System, das lokal auf dem Gerät eines Nutzers läuft und Assistenten ermöglicht, reale Aufgaben (Kalendereinträge, Ticketbuchungen usw.) über Messaging‑Interfaces wie WhatsApp, Telegram, Discord, Slack und Teams auszuführen.
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