CXMT und YMTC wurden fälschlicherweise aus der amerikanischen Schwarzen Liste entfernt – die Dokumente werden bereits korrigiert.

CXMT und YMTC wurden fälschlicherweise aus der amerikanischen Schwarzen Liste entfernt – die Dokumente werden bereits korrigiert.

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Kurzliste der „Blacklist“ des US-Verteidigungsministeriums: was hat sich geändert, warum und wie haben die Parteien reagiert

Was passiert ist
Wie die Reaktion war
Das Pentagon veröffentlichte am 12. Februar eine aktualisierte Version der Liste chinesischer Unternehmen mit militärischem Bezug (das Dokument war etwa eine Stunde online). Nach der Veröffentlichung wurde es sofort ohne Erläuterung entfernt. In der Liste verschwanden zwei große Halbleiterhersteller – CXMT und YMTC. Die Befürworter einer harten „gegen Peking“-Politik beschuldigten das Verteidigungsministerium, die militärische Kapazität Chinas zu erleichtern. Zu der Liste wurden Dutzende von Technologiegiganten hinzugefügt: Alibaba, Baidu, BYD, WuXi AppTec, RoboSense und weitere – Vertreter der Unternehmen erklärten die Aufnahme unzulässig und drohten mit Klagen.

Warum erschien die „Blacklist“ öffentlich?
- Das US-Verteidigungsministerium aktualisiert regelmäßig eine Liste chinesischer Firmen, die seiner Ansicht nach zur Entwicklung der chinesischen Rüstungsindustrie beitragen könnten.

- In der neuesten Version wurden zwei führende Speicherchip-Hersteller – CXMT und YMTC – ausgeschlossen. Dies löste heftige Reaktionen von Befürwortern einer strengen Linie gegen Peking aus, da diese Unternehmen schnell Technologien entwickeln, die das militärische Potenzial Chinas stärken können.

Was wurde zur Liste hinzugefügt?
- Alibaba (Cloud-Infrastruktur und E‑Commerce)
- Baidu (Suchdienst)
- BYD (Automobilhersteller)
- WuXi AppTec (Biotechnologieunternehmen)
- RoboSense (Robotertechnikentwickler)

Das Auftauchen solcher Unternehmen in der Liste wirft die Frage auf, wie eng sie mit militärischen Aufgaben verbunden sind und welchen Einfluss dies auf internationale Beziehungen hat.

Wie reagieren offizielle Stellen?
- Das Verteidigungsministerium, das Weiße Haus und die chinesische Botschaft haben keine Stellungnahme abgegeben.

- Das Pentagon sandte einen Brief an das Federal Register mit der Bitte, die Veröffentlichung ohne Begründung zu entfernen.

Was sagen Experten über die Gründe für die Änderungen?
Experte – These – Kris McGair (ehemaliger Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats)
Der Ausschluss von Speicherchip-Herstellern könnte ein technischer Fehler gewesen sein, insbesondere angesichts der Aufnahme von Unternehmen, die für die Entwicklung von KI in China entscheidend sind.

Eric Seiers (Experte für Verteidigungs­politik im asiatisch-pazifischen Raum)
Das Problem liegt in der interministeriellen Abstimmung: Neue Einfügungen werden wahrscheinlich bestehen bleiben, während Ausschlüsse später überprüft werden.

Wie haben die Unternehmen reagiert?
- Alibaba erklärte, dass es keine militärische Tätigkeit und keine Beteiligung an einer Militär‑Zivil‑Integration habe, daher sei seine Aufnahme nicht gerechtfertigt. Das Unternehmen drohte mit Klagen gegen US‑Behörden.

Was bedeutet das für Wirtschaft und Politik?
- Die Liste selbst führt keine direkten Sanktionen ein, aber ein neues Gesetz verbietet dem Pentagon, in den kommenden Jahren Verträge mit den aufgeführten Firmen abzuschließen.

- Der Vorfall geschah im Kontext einer Abschwächung der Handelspolitik der Trump‑Administration: Nach einem Oktober‑Stillschweigen wurde Nvidia erlaubt, seine leistungsstärkeren KI-Chips nach China zu exportieren, und das Verbot des Verkaufs von Technologien an chinesische Unternehmen wurde verschoben.

Damit ist die aktualisierte „Blacklist“ ein Streitpunkt darüber geworden, wie angemessen die Verbindung von Technologiefirmen mit dem Militär bewertet werden sollte und welche Folgen dies für internationale Beziehungen und die Wirtschaft haben kann.

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