Claude Mythos, das neue KI-Supermodell, hat innerhalb eines Monats über zehntausend Schwachstellen in Software entdeckt.
Anthropic veröffentlicht den ersten Bericht zum Cybersecurity-Projekt „Project Glasswing“
Das Unternehmen Anthropic kündigte das Ergebnis der ersten öffentlichen Überprüfung seines Projekts im Bereich Cybersicherheit an, das im April dieses Jahres gestartet wurde. Im Mittelpunkt der Initiative steht derzeit die für die breite Öffentlichkeit noch nicht zugängliche KI‑Modell Claude Mythos Preview.
Wie das Modell funktioniert
Im ersten Monat nutzten die Partner von Anthropic Mythos Preview zur Scans ihrer Systeme und entdeckten über 10 000 Schwachstellen in Software. In den meisten Fällen erwiesen sich die gefundenen Bugs als kritisch, was es Unternehmen ermöglichte, schnell auf Bedrohungen zu reagieren.
Ergebnisse bei Unternehmenskunden
Unternehmen | Anzahl gefundener Schwachstellen | Kritisch/hochprioritär
Cloudflare | 2 000 | 400
Mozilla | 271 (in Firefox behoben) | –
Microsoft | Erhöhung des Patchumfangs durch Mythos
- Cloudflare identifizierte zwei Tausend Schwachstellen, von denen vierhundert als hoch oder kritisch eingestuft wurden.
- Mozilla fand und behebt 271 Fehler im Browser Firefox, was die Ergebnisse der vorherigen Claude‑Modellversionen deutlich übertraf.
- Microsoft plant eine Erweiterung des Patchveröffentlichungsprozesses, basierend auf den Scan-Daten von Mythos Preview.
Open‑Source-Projekte
Anthropic testete ebenfalls 1 000 Open‑Source-Projekte. Die KI identifizierte mehr als 6 200 kritische Bedrohungen aus 23 000 entdeckten Mängeln. Gleichzeitig behaupteten externe Forscher, dass sie mit Mythos einen Weg gefunden hätten, ein gesichertes macOS zu hacken.
Warum das Modell noch nicht für die breite Öffentlichkeit verfügbar ist
Die Entwickler von Anthropic äußern Bedenken hinsichtlich einer möglichen Nutzung der Technologie durch Angreifer. Daher planen sie, den Algorithmus erst nach Implementierung zuverlässiger Schutz- und Zugriffskontrollmechanismen öffentlich zugänglich zu machen.
Zukünftige Pläne
Derzeit erweitert das Unternehmen die Verfügbarkeit des Project Glasswing:
- Wiederherstellung der Beziehungen zur US-Regierung,
- Einbindung großer Technologiekonzerne (Apple, Google, Nvidia).
Damit setzt Anthropic seine Weiterentwicklung seiner KI‑Plattform zur Schwachstellenerkennung fort und legt gleichzeitig Wert auf Sicherheit und ethische Aspekte ihrer Verbreitung.
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