Chuwi wurde erneut dafür entdeckt, dass es die Prozessoren austauscht: im Laptop ist ein schwacher Ryzen verbaut, der im Vergleich zu den angegebenen Spezifikationen unterlegen ist
Der chinesische Markenname Chuwi hat die Prozessoren in seinen Laptops getauscht
Kürzlich geriet das Unternehmen Chuwi in einen Skandal: Bei mehreren Laptop-Modellen ersetzte der Hersteller die angegebenen AMD Ryzen 5 7430U-Chips durch günstigere und weniger leistungsfähige Ryzen 5 5500U. Das ist nicht das erste Mal – bereits im CoreBook X, jetzt auch im CoreBook Plus entdeckt.
Wie es festgestellt wurde
1. Offizielle Konfiguration
In den Spezifikationen des CoreBook Plus wird der Prozessor AMD Ryzen 5 7430U (Familie Barcelo‑U, Zen 3) angegeben. Maximale Frequenz – 4300 MHz, L3-Cache – 16 MB.
2. Prüfung unter Windows
Im Task‑Manager wurden Daten angezeigt: Familie Lucienne‑U (Zen 2), Cache 2 × 4 MB, Frequenz bis 4000 MHz – genau die Merkmale des Ryzen 5 5500U.
3. Laptop‑Demontage
Nach dem Entfernen des Kühlers fanden Journalisten auf dem Chip den OPN‑Code 100‑000000375, der dem Ryzen 5 5500U entspricht (7430U hat die Nummer 100‑000001471).
Damit ist der Prozessor tatsächlich ausgetauscht worden.
Warum das wichtig ist
* Geschwindigkeit und Cache – der 7430U läuft bei 4300 MHz und verfügt über doppelt so viel Cache wie der 5500U. Der Leistungsunterschied liegt bei etwa 20 %.
* Preis – der CoreBook Plus kostet €399, während Laptops mit einem echten Ryzen 5 7430U normalerweise zwischen €500 und €600 liegen. Kunden zahlen weniger, erhalten aber ein Gerät unter dem angegebenen Niveau.
* BIOS‑Update – die Tauschaktion ist auch in der Firmware sichtbar, was auf erhebliche Bemühungen seitens des Herstellers hinweist.
Reaktion von Chuwi und mögliche Folgen
Chuwi hat mehrfach verlangt, Materialien zu entfernen, und sogar mit einer Klage wegen Rufschädigung gedroht. Journalisten setzten die Untersuchung fort, und die Veröffentlichung zog die Aufmerksamkeit von Verbrauchern, Konkurrenten und AMD selbst auf sich.
* Rechte der Käufer – in der EU gelten Garantien von mindestens zwei Jahren. Der Kunde kann Ersatz des Laptops mit dem angegebenen Prozessor verlangen, den Vertrag kündigen oder Geld zurückfordern.
* Wettbewerbsrisiken – andere Hersteller könnten Chuwi wegen unlauterer Konkurrenz beschuldigen.
* Auswirkungen auf AMD – der Chiphersteller könnte Schadensersatz für Lizenzverletzungen und Reputationsverluste fordern.
Fazit
Der Austausch von Prozessoren im CoreBook X und CoreBook Plus zeigt Chuwis systematischen Ansatz zur Kosteneinsparung. Für Käufer bedeutet das Qualitätsverlust, für den Markt eine Bedrohung fairer Konkurrenz und der Rechte der Verbraucher.
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