Chinesische Wissenschaftler haben erstmals mit einem Mikrowellenstrahl mehrere sommerliche Luftziele, die sich in der Luft bewegen, bestrahlt.

Chinesische Wissenschaftler haben erstmals mit einem Mikrowellenstrahl mehrere sommerliche Luftziele, die sich in der Luft bewegen, bestrahlt.

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Sonnenenergie aus dem Weltraum – ein neuer Testschritt

1. Warum orbitaler Solarstrom relevant ist
In China und anderen Ländern wird weiterhin an der Möglichkeit gearbeitet, Sonnenenergie im Erdorbit zu sammeln und sie terrestrischen Nutzern zu übertragen.

- Zunehmendes Interesse: die Entwicklung von „orbitalen Rechenzentren“ (OZCs) und der Start leistungsfähigerer Satelliten erhöhen die Nachfrage nach einer stabilen Energiequelle im Weltraum.
- Potenzielle Nutzer: Die gesammelte Energie könnte sowohl einzelne Satelliten als auch Serverstationen, die an Cloud‑Computing arbeiten, versorgen.

2. Chinesische Gruppe aus der Universität Sidyan macht Durchbruch
Forscher der Xi’an University wurden zum ersten Team weltweit, das gleichzeitig Mikrowellenenergie mehreren beweglichen Zielen übertrug.

- Infrastruktur: 2022 wurde ein spezieller Turm von 75 m Höhe für Experimente zur kabellosen Energieübertragung errichtet.
- Vorbereitung auf die Weltraumstart: Bevor die Technologie in den Orbit geschickt wird, übten die Forscher ihre Komponenten an terrestrischen Standorten und in niedrigen Höhen. Zukünftig sollen Tests mit Luftschiffen und Flugzeugen durchgeführt werden, um die Strahlenausrichtung schrittweise zu verfeinern.

3. Ergebnisse des letzten Experiments – Übertragung von Leistung
- Das System übertrug 1180 W auf eine Entfernung von etwa 100 m und hielt den Mikrowellenstrahl mit der gewünschten Genauigkeit.
- Wirkungsgrad: Die Gesamteffizienz der Übertragung betrug 20,8 %.
- Drohne: Ein UAV, das mit 30 km/h flog, erhielt bereits in einer Höhe von ca. 30 m eine stabile Leistung von 143 W.

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es weltweit keine vergleichbaren Demonstrationen. In den USA wurden ähnliche Tests entweder im Labor oder an stationären Anlagen durchgeführt; bei Luft- oder Weltraumstarts war der Strahl stark zerstreut und befand sich am Empfindlichkeitslimit der Empfänger.

4. Neuer Blick auf die orbitalen Solaranlage
Die Universitätsgruppe überarbeitete das Konzept der OMEGA‑Station:

ElementTraditionelle VarianteNeue Idee
StrukturEinheitliches geostationäres System mit Collector, Photovoltaikarray und MikrowellenantenneVerteilte Plattform mit Antennenraster
PrioritätVersorgung terrestrischer ObjekteKabellose Aufladung von Raumfahrzeugen („kabelloses Laden im Orbit“)

Für die terrestrische Infrastruktur ist dieser Ansatz sicherer: Im Falle unvorhergesehener Umstände führt ein Energieverlust nicht zu gravierenden Konsequenzen.

Fazit
Chinesische Experimente ebnen den Weg zur praktischen Umsetzung der kabellosen Übertragung von Solarenergie aus dem Weltraum. Die nächsten Schritte umfassen höhere Tests an Luftplattformen und letztlich die Inbetriebnahme von Systemen im Orbit, um eine nachhaltige Stromversorgung für Satelliten und terrestrische Rechenzentren zu gewährleisten.

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