Chinesische OEMs für Chips erhöhen die Servicegebühren, um Marktanteile im Bereich Künstliche Intelligenz zu erobern
Korean Chip-Hersteller spüren ebenfalls den „KI-Boom“
In Anbetracht der steigenden Nachfrage nach Halbleitern im Bereich künstlicher Intelligenz profitieren nicht nur westliche Unternehmen (Speicher und kundenspezifische Chips). Auch ihre chinesischen Konkurrenten verzeichnen einen Preisanstieg, berichtet TrendForce unter Bezugnahme auf lokale Medien.
1. Kostensteigerungen und Auslastung
- Chinesische öffentliche Entwickler haben im ersten Quartal bestätigt, dass die Betriebskosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Dies ist hauptsächlich auf höhere Aufwände für Subunternehmer zurückzuführen, die Chips für sie herstellen.
- Die Durchsatzrate der SMIC-Fertigungsstraße, des führenden lokalen Herstellers, hat im Mai nahezu das Doppelte der dritten Quartal 2023 erreicht.
2. Finanzielle Ergebnisse von SMIC und Hua Hong
Kennzahl Q1 2024 Q2 2024 (Prognose) Umsatz ↑ – Gewinn ↑ 20–22 % (vs. 18 %)
- SMIC und ihr nahester Konkurrent Hua Hong schlossen das erste Quartal mit Wachstum bei Umsatz und Nettogewinn ab – ungewöhnlich in einer Phase rückläufiger Kundenaktivität.
- Die Preise für gefragte Produktkategorien wurden erhöht. Einige SMIC-Kunden kaufen bereits Vorräte über die aktuellen Bedürfnisse hinaus, um von niedrigeren Preisen zu profitieren.
3. Warum die Nachfrage steigt
Das Management von SMIC hob mehrere Schlüsselgründe hervor:
1. Fehlende freie Quote bei ausländischen Herstellern – Kunden müssen sich an chinesische Fabriken wenden.
2. Die weltweite KI-Industrie erfordert Infrastrukturkomponenten, einschließlich Leistungselektronik.
3. Der Einsatz von KI in autonomen Systemen (Autopiloten, Roboter) verstärkt die Nachfrage nach spezialisierten Sensoren und zugehörigen Bauteilen – genau solche Produkte stellt SMIC her.
4. Preisstrategie von Hua Hong
- Hua Hong hat bereits 2025 Preise erhöht und plant, den Anstieg auch für 2026 fortzusetzen, insbesondere für die Verarbeitung von 300‑mm‑Siliziumscheiben.
- Leistungselektronik wird ebenfalls geschätzt, da KI-Serverfarmen nicht nur fortschrittliche Chips, sondern auch leistungsstarke Stromversorgungsbauteile benötigen.
5. Perspektiven chinesischer Vertragsfertiger
- TSMC und Samsung konzentrieren sich auf hochprofitante Spitzentechnologien, sodass die Nachfrage nach reifen Technologien allmählich zu chinesischen Fabriken übergeht.
- Taiwanesische „Second‑Tier“-Subunternehmer halten hohe Preise, was ihre Kunden dazu zwingt, günstigere Angebote bei chinesischen Konkurrenten zu suchen.
- Chinesische Hersteller konsolidieren Vermögenswerte, um besser auf Marktanforderungen einzugehen und Kosten zu optimieren.
Fazit:
Chinesische Chip-Hersteller wie SMIC und Hua Hong nutzen den „KI‑Boom“ erfolgreich, um Preise zu erhöhen und ihre Marktposition zu stärken. Ihre Strategie umfasst die Steigerung der Produktionsauslastung, Preiserhöhungen für gefragte Produkte und eine aktive Zusammenarbeit mit Kunden, die langfristige Lieferketten suchen.
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