Chinesische Gehirnimplantate liegen etwa drei Jahre hinter dem amerikanischen Neuralink zurück
China und die USA im Wettlauf um Neurointerfaces: Welche Schritte unternehmen beide Länder
China und die Vereinigten Staaten – Entwicklungsphase
Der invasive Implantat Beinao‑2 wird an Tieren getestet. Das erste Prototyp-Beinao‑1 ist bereits bei sieben Patienten installiert. Neuralink hat erfolgreich Gehirnimplantate in 21 Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, eingesetzt.
Technologische Vorteile
Es verwendet feine Elektroden, verfügt aber noch nicht über einen spezialisierten Operationsroboter. Es nutzt ein eigenes robotergesteuertes Werkzeug, das schneller und präziser als eine menschliche Hand die Elektroden einsetzt.
Bewertung des Rückstands
NeuCyber behauptet, dass ihre Technologien drei Jahre hinter Neuralink zurückbleiben. Die genaue Verzögerung wird nicht öffentlich bekannt gegeben.
Pläne für klinische Studien
Die Überführung von der Laborarbeit in die Praxis erfordert mindestens zwei Jahre nach Abschluss der Tierversuche. Erste menschliche Tests werden bereits durchgeführt und die kommerzielle Einführung könnte schon innerhalb weniger Monate beginnen.
Produktziele
Zunächst soll die Beweglichkeit der Hände bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen und anderen spezifischen Erkrankungen wiederhergestellt werden. Es wird ein breiteres Anwendungsspektrum erwartet, einschließlich der Steuerung von Geräten durch Gedanken.
Kernfakten
1. Chinesische Entwicklungen
- Das Start-up NeuCyber Neurotech (Beinao‑2) ist ein invasives Neurointerface mit feinen Elektroden, die in den Großhirnrinden eingeführt werden. Derzeit befinden sich die Tests im Vollmaßstab an Tieren.
- Der erste Prototyp Beinao‑1 ist bereits bei sieben Freiwilligen installiert. Für sie benötigten bis zu sechs Monate Anpassung an die Steuerung des Computer-Cursors durch Gedanken. In diesem Jahr soll die Teilnehmerzahl auf 50 Personen erhöht werden, was es dem chinesischen Implantat ermöglichen könnte, Neuralink in Bezug auf die Massenanwendung zu überholen.
2. Vergleich mit Neuralink
- Neuralink hat im Januar dieses Jahres erfolgreich Implantate bei 21 Patienten eingesetzt. Das Unternehmen nutzt einen speziell entwickelten Roboter für die präzise und schnelle Einsetzung der Elektroden.
- NeuCyber hält seine Technologien für etwa drei Jahre zurück und betrachtet Neuralink als Referenz für Führungsposition.
3. Klinische Studien in China
- China ist das zweite Land nach den USA, in dem klinische Studien von Gehirnimplantaten erlaubt sind. Kürzlich wurde es zum ersten Land, das die kommerzielle Nutzung solcher Geräte zulässt.
- Chinesische Implantate konzentrieren sich jedoch derzeit ausschließlich auf die Wiederherstellung der Handbeweglichkeit bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen und anderen eingeschränkten Erkrankungen.
4. Staatliche Unterstützung
- NeuCyber erhielt 29 Millionen US-Dollar an Subventionen aus dem staatlichen Haushalt der Volksrepublik China, was das Interesse der Regierung an der Entwicklung von Neurointerfaces bestätigt.
Was kommt als Nächstes?
- Wenn die Pläne zur Erweiterung der klinischen Studien von Beinao‑1 umgesetzt werden, könnte das chinesische Implantat zugänglicher und massenfähiger sein als Neuralink.
- Die kommerzielle Einführung von NeuCyber auf dem Inlandsmarkt wird voraussichtlich in etwa drei Jahren erfolgen, sofern der Zeitplan eingehalten wird.
- Langfristig beabsichtigt das Unternehmen, sich auf die Wiederherstellung motorischer Funktionen bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen zu konzentrieren.
Somit konkurrieren China und die USA weiterhin im Bau von Neurointerfaces, wobei jedes Land seine eigenen Stärken und strategischen Prioritäten hat.
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