China plant, in fünf Jahren ein leistungsstarkes KI-Cloud-Center im Orbit zu errichten und damit SpaceX zu überholen.
China bereitet „kosmische“ Datenzentren für KI innerhalb von fünf Jahren vor
Der staatliche Fernsehsender CCTV meldete, dass China plant, in den nächsten fünf Jahren ein Netzwerk von Cloud‑Rechenzentren (CNC) in der erdnahen Umlaufbahn aufzubauen. Das Projekt wird vom CASC – dem Unternehmen für Luft- und Raumfahrtwissenschaften und -technologien – umgesetzt.
Was genau gebaut werden soll
* Gigawatt‑fähige digitale Infrastrukturen: „In den genannten Zeitrahmen soll eine kosmische, digitale Intelligenz‑Infrastruktur der Gigawatt‑Klasse errichtet werden.“
* Integration von Cloud, Peripherie und Terminals: Die neuen CNCs werden Rechenleistung, Speichervolumen und Datendurchsatz miteinander verbinden.
* Datenauswertung im Weltraum: Das System wird es ermöglichen, Daten, die von der Erde kommen, direkt in der Umlaufbahn zu verarbeiten.
Vergleich mit SpaceX‑Plänen
Elon Musk, Leiter von SpaceX, kündigte ebenfalls den Start von KI‑CNC‑Satelliten an, die solarbetrieben arbeiten. Er sagte:
> „Ein solarbetriebenes CNC im Weltraum ist die offensichtliche Lösung… Der Weltraum ist der günstigste Ort für KI und wird in zwei bis drei Jahren Realität werden.“
>
> „Solarpanels in der Umlaufbahn liefern fünfmal mehr Energie als auf der Erde.“
SpaceX plant, rund 25 Mio. USD aus IPO-Einnahmen in die Entwicklung dieser orbitalen CNCs zu investieren.
Strategische Ziele Chinas
* Die energieintensive KI‑Verarbeitung ins All verlagern – mithilfe von solarbetriebenen Gigawatt‑Kraftwerken.
* Bis 2030 ein industrielles „Weltraum‑Cloud“ schaffen – ein Schlüsselziel des fünfzehnten Fünfjahresplans für die wirtschaftliche Entwicklung.
* In den nächsten fünf Jahren suborbitale und orbitale Weltraumtourismus‑Initiativen ausbauen.
Aktuelle Herausforderungen
Der größte Hinderungsgrund für Peking ist das Fehlen einer vollständig zuverlässigen wiederverwendbaren Rakete, die die Kosten für Satellitenstarts senken würde. Dennoch hat China im vergangenen Jahr bereits rekordverdächtige 93 Starts verzeichnet, dank der Entwicklung von kommerziellen Start‑Up-Unternehmen in der Raumfahrtbranche.
Damit erscheint die chinesische Initiative zur Schaffung orbitaler Datenzentren als ambitioniert und wettbewerbsfähig gegenüber vergleichbaren Plänen von SpaceX.
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