China hat in einem Jahrzehnt dreimal mehr in die Entwicklung von Chips investiert als die USA
China gibt fast drei Viertel des Betrags aus, den die USA in Chips investieren
Laut einer Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) aus den USA hat China im Zeitraum von 2014 bis 2023 rund 142 Milliarden Dollar in die Entwicklung der Halbleiterindustrie investiert. Das ist fast dreizehnmal so viel wie die Summe, die die US-Behörden für denselben Zeitraum ausgegeben haben – 39 Milliarden Dollar.
Was bedeutet das für die globale Bühne
Solche großen Investitionen haben es Peking nicht nur ermöglicht, seine realen Produktionskapazitäten zu erweitern, sondern auch seinen Einfluss in internationalen Angelegenheiten zu stärken. Die CSIS-Analysten rieten anderen Ländern, pragmatisch zu reagieren, um mögliche negative Folgen des wachsenden technologischen Abstands abzumildern.
Positionen der Länder nach Investitionsvolumen:
Land Investitionen (Mrd. $)
China 142
Südkorea 55
Europa 47
Japan 17,5
Taiwan 16
Es ist wichtig zu beachten, dass im untersuchten Zeitraum große US-Programme – das „CHIPS Act“ und ein Teil des chinesischen „Great Fund III“, der letztlich etwa 47,5 Milliarden Dollar gesammelt hat – nicht berücksichtigt wurden.
Warum China noch zurückbleibt
Trotz enormer Investitionen zeigen die Daten der Semiconductor Industry Association (SIA) für das Jahr 2025, dass der Anteil amerikanischer Chiphersteller am weltweiten Markt bei 50 % liegt, während chinesische Hersteller nur 4,5 % ausmachen.
Unter den kontraktbasierten Fabriken ist SMIC mit einem Marktanteil von 6 % im mittleren Jahr 2025 die drittgrößte, hinter TSMC und Samsung.
Die Ausbeute von SMIC bei den Fertigungsprozessen 5 nm (20 %) und 7 nm (46 %) liegt deutlich unter der der Konkurrenz: Intel, Samsung und TSMC arbeiten mit Prozessen von 2 nm und erreichen bis zu 90 % Effizienz.
China hat keinen Zugang zu der Schlüsseltechnologie EUV-Lithografie von ASML, und Versuche, eigene Lösungen durch Reverse Engineering zu entwickeln, sind bislang erfolglos – es wurde noch kein Chip auf Basis von EUV im Land produziert.
Verzögerung auch bei Designunternehmen
Auf dem Markt für Grafikprozessoren hält Nvidia 90 % des Anteils. Chinesische Analoga (Huawei Ascend, Alibaba T‑Head, Cambricon, Moore Threads) liegen in der Leistung zurück.
Gleichzeitig investieren US-Unternehmen durchschnittlich 17,7 % ihres Umsatzes in F&E, während chinesische Unternehmen nur 9,2 %.
Das im Jahr 2024 gestartete Programm „Great Fund III“ soll diese Lücke schließen, aber Analysten sind der Ansicht, dass ohne Änderung der US-Sanktionspolitik und einer Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung die Situation unverändert bleibt: China wird weiterhin die Führer nachholen, kann jedoch den technologischen Defizit nicht schnell schließen.
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