China hat erstmals vollständig den wachsenden Bedarf an Strom durch erneuerbare Energiequellen gedeckt.
China verzeichnet erstmals einen Rückgang der CO₂-Emissionen aus fossilem Brennstoff
Im Jahr 2025 konnte China, trotz steigender Stromnachfrage, als weltweit größter Emittent von CO₂ die Emissionen im Zusammenhang mit dem Verbrennen von Kohle und anderen fossilen Quellen reduzieren. Laut offiziellen Daten betrug der Rückgang 0,3 % in den Sektoren Energieversorgung und Industrie, während der Gesamtstromverbrauch um 3,5 % zunahm. Dies wurde durch das rasche Wachstum erneuerbarer Energien ermöglicht.
1. Zunahme der „grünen“ Erzeugung
- Solarenergie wurde zum Haupttreiber des Wachstums: sie deckte fast die gesamte Leistungssteigerung ab und verlangsamte den Bedarf an Kohle.
- Der Anteil erneuerbarer Quellen an der gesamten Stromerzeugung erreichte 40 % (gegenüber 37 % im Vorjahr).
- Die hinzugefügte Leistung aus Wind, Sonne und Wasserkraftdeckungen deckte die Nachfrage vollständig ab und führte sogar zu einem leichten Rückgang der Produktion in Kohlekraftwerken.
2. Umstellung von Kohlekraftwerken auf Puffersysteme
Experten betonen, dass Kohlekraftwerke zunehmend als Reservekapazität betrieben werden:
- Sie werden nur bei Spitzenlast oder wenn Wind-/Solarenergie zurückgeht eingeschaltet.
- Damit wird Kohle zur Basis der chinesischen Energiesystemarchitektur.
3. Emissionsreduktion in anderen Sektoren
Sektor Ursache für den Rückgang Bauwesen Reduzierung der Aktivität → weniger Zement und CO₂‑Emissionen Verkehr Massenelektifizierung (Steigerung des EV-Verkaufs) → Verringerung der Verkehrsemissionen
Carbon Brief-Analyse zeigt, dass in China die CO₂‑Niveaus seit 21 Monaten stabilisiert oder sinken. Das könnte bedeuten, dass der globale Emissionsspitzenpunkt früher als geplant erreicht wurde (vor 2030).
4. Was bedeutet das für das Klima
Klimaforscher nennen diesen Trend „erfreulichem Signal“.
- Die großflächige Einführung erneuerbarer Energien liefert messbare Ergebnisse.
- Ein Jahr des Rückgangs löst das globale Problem nicht, zeigt aber, dass bei Fortführung der aktuellen chinesischen Politik ein nachhaltiges langfristiges Wachstum ökologischer Effizienz möglich ist.
Damit wurde 2025 zu einem entscheidenden Moment: China demonstriert, wie die Umstellung auf „grüne“ Energie den CO₂‑Fußabdruck senken kann, selbst bei wachsender Nachfrage.
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