China hat einen vollständig umweltfreundlichen Akku entwickelt, bei dem der Elektrolyt sogar zum Einlegen von Gurken geeignet ist.

China hat einen vollständig umweltfreundlichen Akku entwickelt, bei dem der Elektrolyt sogar zum Einlegen von Gurken geeignet ist.

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Neuer Typ „grüner“ Akku von chinesischen Wissenschaftlern

Chinesische Forscher haben einen vollständig sicheren und umweltfreundlichen Lithium-Ionen-Akku vorgestellt, der einen neutralen Wasser‑Elektrolyten verwendet. Im Gegensatz zu üblichen sauren oder alkalischen Lösungen nutzt dieses System eine pH = 7,0 Lösung von MgCl₂ oder CaCl₂ – ähnlich wie das Nigari‑Salz, das traditionell als Koagulans bei der Herstellung von Tofu und sogar fermentiertem Gemüse eingesetzt wird.

Warum das wichtig ist

Traditionelle Lithium-Ionen-Batterien enthalten giftige und entflammbare Elektrolyte. Eine wasserbasierte Basis macht sie sowohl für den Benutzer als auch für die Umwelt sicherer. Interessanterweise gehen die ersten Ideen zu Wasserakkus auf 226 Jahre zurück – zu den Arbeiten von Alessandro Volta, und das Zurückkehren zu diesen Wurzeln hilft, moderne Technologien neu zu überdenken.

Umweltfreundliche Entsorgung

Für volle Umweltverträglichkeit haben die Autoren auch einen Anoden aus einem kovalenten organischen Polymer (hexaketone‑tetraaminodibenzo‑p‑dioxin) entwickelt, das speziell für die Speicherung von Mg²⁺ und Ca²⁺ in neutraler Umgebung synthetisiert wurde. Dieses Material sorgt für eine schnelle Reaktion und hohe Stabilität, was bei der Zersetzung abgebrannter Batterien wichtig ist.

Schlüsselkennzahlen

* Betriebsspannung – etwa 2,2 V
* Spezifische Energie – bis zu 48,3 Wh/kg (berechnet anhand der Gesamtmasse von Elektroden und Elektrolyt)
* Lebensdauer – über 120.000 Lade‑Entladezyklen bei 20 A/g mit minimalem Kapazitätsverlust

Team und Veröffentlichung

Die Arbeit wurde von einer internationalen Gruppe aus:

- City University of Hong Kong
- Southern University of Science and Technology
- Yanan University
- Songshan Lake Materials Laboratory

verfasst. Der Artikel wurde am 18. Februar 2026 in der Zeitschrift *Nature Communications* veröffentlicht. Die Autoren behaupten, dass ihr System bestehende Wasserbatterien in Bezug auf Stabilität und ökologische Sicherheit übertrifft und den Weg für wirklich „grüne“ Energiespeicher ebnet.

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