China hat einen „Augen-Mücke“ für Drohnen entwickelt, der Panorama-Sehen und Geruchssensor bietet
Chinesische Wissenschaftler haben ein Mini‑Augen mit „Geruch“ entwickelt – der erste Schritt zu Mikro-Drohnen
*Obwohl vollwertige kugelförmige Mückenaugen noch nicht existieren, ist bereits eine vereinfachte Version fertig. Dieses Gerät misst 1,5 × 1,5 mm – fast so klein wie die Insekt selbst – und kann sowohl sehen als auch riechen.*
Was ist das für ein Gadget?
- Plattform: flexible, flache Fotodetektor‑Substrat, auf dem alle Elemente gedruckt werden.
- Optischer Teil: 1027 Mikrolinsen, ausgeschnitten durch femtosekündige Zwei‑Photonen‑Polymerisation.
- Jede Linse ist isoliert und bietet einen Blickwinkel von 180°.
- Das System reagiert auf Lichtblitze mit einer Frequenz > 1 kHz – fast zwei Größenordnungen höher als das menschliche Auge, sodass das künstliche Auge schnellere Bewegungen erfassen kann.
- Geruchsteil: ein Array aus kolorimetrischen Sensoren, die stempelförmig gedruckt werden.
- Bei Kontakt mit gefährlichen Gasen ändern sie ihre Farbe (ähnlich dem „Geruch“ einer Mücke).
- Zwischen den Linsen befinden sich Mini‑Bürsten – sie halten Feuchtigkeit zurück und verhindern das Beschlagen bei feuchten Bedingungen.
Wie funktioniert es in der Praxis?
Tests wurden an einer Mikro‑Drone mit vier Rädern durchgeführt:
1. Navigation
- Das System erkannte Hindernisse links, rechts und geradeaus ohne den „Kopf“ drehen zu müssen dank des Panoramablicks.
2. Reaktion auf chemische Bedrohungen
- Der Sensor reagierte bei Gaslecks nahezu sofort.
3. Effizienz
- Im Vergleich zu bestehenden Sensoren war das Gerät kompakter und energieeffizienter, zeigte jedoch eine überlegene Empfindlichkeit für schnelle Bewegungen.
Was bedeutet das für die Zukunft?
- Mikro‑Drohnen und Roboternetze: Durch die Miniaturgröße und geringe Masse lassen sich Drohnen in der Größe eines Käfers oder sogar einer Mücke bauen, die komplexe Aufgaben an schwer zugänglichen Orten ausführen können.
- Unabhängige Navigation: Die kombinierte Sicht‑und Geruchsfähigkeit sorgt für eine schnellere Reaktion auf Umweltveränderungen.
- Sicherheit: Die Möglichkeit zur sofortigen Erkennung chemischer Bedrohungen macht den Sensor nützlich bei Rettungsaktionen und Katastrophenmonitoring.
Damit ebnet die chinesische Entwicklung den Weg zu autonomen Systemen der nächsten Generation, in denen „Biobots“ sehen, Gerüche wahrnehmen und ohne große Energieaufwand handeln können.
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