China hat die weltweit besten Elektroden für Gehirnimplantate entwickelt – sie schädigen das Gehirn nicht, im Gegensatz zu Neuralink.

China hat die weltweit besten Elektroden für Gehirnimplantate entwickelt – sie schädigen das Gehirn nicht, im Gegensatz zu Neuralink.

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Chinesische Wissenschaftler des Peking Institute for Brain Research haben einen neuen Typ von dehnbaren, flexiblen Mikroelektroden entwickelt, die für chirurgisch implantierte Gehirn‑Computer-Schnittstellen (BCI) vorgesehen sind.

Was sich geändert hat
- Problem der alten Technologie

Traditionelle flexible Elektroden verschieben oder ziehen sich häufig aus dem Gehirn während seiner natürlichen Bewegungen. Das führt zum Signalverlust und zu Gewebeschäden.

- Neuer Ansatz

Die neuen Elektroden besitzen eine spiralförmige Struktur, die es ihnen ermöglicht, „sanft“ zu biegen und unter dem Einfluss von Hirndruckschwingungen zu verdrehen. Sie werden mit einer Feder‑Fixierung an der Gehirnoberfläche gehalten, können sich jedoch gleichzeitig leicht mit dem Gewebe bewegen.

Technische Details
Kennzahl Lineare Elektroden (Neuralink) Neue Spiral­elektroden Dehnkraft 4 mN 47 µN Effekt von Hirnbeschleunigungen Risiko von Verletzung und Entzündung Leichte Verschiebung, dann Rückkehr an Ort

Der Unterschied in der Dehnkraft beträgt mehr als zwei Größenordnungen. Das bedeutet, dass bei normalen Kopfbewegungen lineare Elektroden aus dem Gewebe herausgerissen werden können, während Spiral‑Elektroden mit den Neuronen „schleichen“ und zuverlässig befestigt bleiben.

Experimente
- Beispiel bei Primaten

Ein implantiertes 1024‑Kanalsystem mit den neuen Elektroden funktionierte über einen längeren Zeitraum sicher.

- Vergleich mit Neuralink

Nach ersten klinischen Tests verließen die linearen Neuralink‑Elektroden bereits nach wenigen Stunden ihre Position bei 85 % der Patienten, indem sie sich beim Kopfbewegen aus dem Gehirn zogen.

Was das für die Medizin bedeutet
Die neuen dehnbaren Spiral­elektroden ebnen den Weg zu sichereren und langlebigeren chirurgisch implantierten Neuro‑Schnittstellen. Sie können in der klinischen Praxis eingesetzt werden, um Menschen mit Lähmungen, Schlaganfällen und anderen neurologischen Störungen zu helfen.

In China gehören die Entwicklung solcher Technologien zu den Plänen des 15. Fünfjahresplans und unterstreichen ihre strategische Bedeutung für die Zukunft der Medizin.

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