China hat den weltweit ersten „zweikernigen“ Quantencomputer entwickelt, der leicht skalierbar ist.

China hat den weltweit ersten „zweikernigen“ Quantencomputer entwickelt, der leicht skalierbar ist.

12 hardware

Chinesischer „Dual-Core“-Quantencomputer: was ist bekannt

Im Jahr 2024 wurden Dual‑Core-Prozessoren zum entscheidenden Durchbruch für klassische Computer und ebneten den Weg zur parallelen Verarbeitung von Aufgaben sowie zu einer erheblichen Steigerung der Leistung. Ein ähnlicher Sprung wird in der Quantenberechnung erwartet – und laut chinesischen Quellen ist er bereits erfolgt.

Was vorgestellt wurde
Das chinesische Unternehmen CAS Cold Atom Technology (Spin‑off der Chinesischen Akademie der Wissenschaften) kündigte den Start des Systems Hanyuan‑2 an, das es als ersten „Dual‑Core“-Quantencomputer weltweit auf neutralen Atomen bezeichnete.

- Dimension: 200 Qubits, gebildet aus zwei Rubidiumisotopen – 100 Atome Rb‑85 und 100 Atome Rb‑87.
- Architektur: Zwei unabhängige Arrays neutraler Atome, die parallel oder im Modus „Hauptkern + Hilfskern“ arbeiten können. Der zweite Kern bildet logische Qubits zur Fehlerkorrektur, erhöht Stabilität und Skalierbarkeit.

Wie es funktioniert
Neutrale Atome werden gehalten und mit Laserstrahlen manipuliert. Dieser Ansatz ermöglicht:

- Verringerung der Interferenz zwischen benachbarten Qubits.
- Erhöhung der Arraygröße ohne wesentliche Qualitätsverluste.
- Energieeinsparungen – das System verbraucht weniger als 7 kW und erfordert keine Kryogenbedingungen, die bei supraleitenden Quantencomputern (IBM, Google usw.) üblich sind.

Warum es wichtig ist
Neutrale Atome gelten als einer der vielversprechendsten Wege zur Skalierung von Quantensystemen. Ihre Vorteile:

- Schnelle Erhöhung der Qubit-Anzahl.
- Geringere Kühlungsanforderungen im Vergleich zu supraleitenden Qubits.
- Möglichkeit, sie in normalen Serverräumen unterzubringen dank kompaktem, standfestem Design.

Google hat das Potenzial dieser Technologie bereits erkannt und neutrale Atome in seine langfristigen Pläne aufgenommen, da es sie als einfachen Weg sieht, die Quantenberechnung zu erweitern.

Was noch unklar ist
- Unabhängige Prüfung: Es gibt bisher keine externen Bestätigungen der Entwicklerbehauptungen.
- Technische Details: Keine Daten zur Gate‑Genauigkeit, Kohärenzzeit oder Verschränkungsebene.
- Benchmarks: Testresultate oder Beweise für praktisches Quantenüberlegenheit wurden nicht veröffentlicht.

Wenn alle angegebenen Eigenschaften bestätigt werden, könnte Hanyuan‑2 ein bedeutender Schritt vorwärts in der Entwicklung von Quantenberechnungen sein und neue Möglichkeiten für skalierbare Systeme eröffnen.

Kommentare (0)

Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.

Noch keine Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar und teile deine Meinung!

Um einen Kommentar zu hinterlassen, melde dich bitte an.

Zum Kommentieren anmelden