Bald werden die Preise für Gaming-Grafikkarten nicht fallen: Nvidia prognostiziert weiterhin einen Engpass in den kommenden Quartalen
Kurzfassung
- Der Gewinn von NVIDIA stammt zu 91 % fast ausschließlich aus Serverlösungen; 36 % davon kommen von den beiden größten Cloud-Anbietern.
- Im Gaming-Bereich gibt es keine weitere Unterstützung mehr: der Mangel an Grafikkarten wird auch im nächsten Quartal und darüber hinaus bestehen bleiben.
- Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz aus Spielen um 47 % gegenüber dem Vorjahr auf 3,73 Mio. USD, fiel jedoch um 13 % im Vergleich zum vorherigen Quartal.
- Die Finanzchefin Colette Kress warnte davor, dass Lieferprobleme „ein Hindernis für das Wachstum“ des Gaming-Bereichs im ersten Quartal des Fiskaljahres 2027 und darüber hinaus darstellen werden.
Was ist im Gaming-Bereich passiert
Kennzahl Wert
Umsatz im letzten Quartal +47 % YoY → 3,73 Mio. USD
Umsatz im Vergleich zum vorherigen Quartal –13 %
Grund für den Rückgang: saisonale Nachfrageschwankungen und „Lieferprobleme“ bei Gaming-Lösungen. In der Begleitnotiz zu dem Bericht erklärte Kress:
> *„Wir erwarten, dass Lieferprobleme ein Hindernis für das Wachstum des Gaming-Bereichs im ersten Quartal des Fiskaljahres 2027 und darüber hinaus darstellen.“*
Der erste Quartal des laufenden Fiskaljahres endet im April 2026, aber die Situation bezüglich der Verfügbarkeit von Grafikkarten könnte sich noch nicht verbessert haben.
Wie steht es um das Unternehmen
1. Serversegment
- Der Umsatz liegt etwa 17‑mal höher als beim Gaming (≈68 Mio. USD gegenüber 3,73 Mio. USD).
- Das Unternehmen hat bereits Verträge für die Lieferung von Komponenten in den kommenden Quartalen abgeschlossen und erwartet eine vollständigere Befriedigung der Nachfrage.
2. Gamingsegment
- Begrenztes Angebot an Bauteilen: „Wir würden gerne mehr Komponenten haben, aber in den nächsten Quartalen wird es sehr begrenzt sein.“
- Die Wachstumserwartung für das gesamte laufende Fiskaljahr ist noch vorzeitig; eine Bewertung ist erst zum Jahresende möglich.
Mögliche Konsequenzen
- Verzögerung der Einführung neuer Gaming-Grafikkarten – ein Mangel an Komponenten könnte NVIDIA dazu zwingen, die Ankündigung neuer Modelle in diesem Jahr zu verschieben.
- Bereits jetzt werden GeForce RTX 50 mit Aufschlägen von 200 bis 500 USD für Mittelklassemodelle verkauft, was eindeutig auf einen Angebotsmangel hinweist.
Fazit
Angesichts der starken Abhängigkeit vom Servergeschäft und des eingeschränkten Zugangs zu Komponenten muss NVIDIA seine Ressourcen in Richtung Cloud‑Dienste umverteilen. Der Gaming-Markt wird weiterhin mit einem Mangel an Grafikkarten kämpfen, und ein Wachstum in diesem Segment könnte erst Realität werden, wenn sich die Situation bei den Bauteilzulieferungen verbessert.
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