Anthropic wird Klage einreichen, um aus der „Schwarzen Liste“ entfernt zu werden.
Anthropic beabsichtigt, die Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums zu beanstanden, sie in die schwarze Liste der Zulieferer aufzunehmen
In einer kürzlichen Entscheidung hat das US-Verteidigungsministerium (DoD) Anthropic in die Liste der Unternehmen aufgenommen, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen, nachdem das Unternehmen sich geweigert hatte, der Regierung uneingeschränkten Zugriff auf sein Modell Claude zu gewähren. Als Reaktion darauf kündigte Anthropic an, den Beschluss gerichtlich anzufechten und äußerte tiefe Besorgnis über die Eskalation des Konflikts.
Was passiert ist
- Das Verteidigungsministerium erklärte, dass Anthropic als „Risiko für die Lieferkette“ (Supply Chain Risk) eingestuft werde. Solch ein Status wird üblicherweise Unternehmen zugewiesen, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen, einschließlich chinesischer Firmen.
- Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth drohten, Anthropic nicht nur den Vertrag über 200 Millionen Dollar mit dem Pentagon zu entziehen, sondern auch den Zugang zu vielen anderen Kunden zu verweigern.
- Der Hauptgrund für das Verbot war, dass Anthropic sich weigerte, dem Verteidigungsministerium die uneingeschränkte Nutzung des Modells Claude zu gestatten, insbesondere in Systemen zur Massenüberwachung von Bürgern und vollständig autonomen bewaffneten Plattformen.
Antwort von Anthropic
1. Anfechtung der Entscheidung
Das Unternehmen erklärte: „Wir werden jede Definition eines Lieferkettenrisikos gerichtlich anfechten.“ Als Argument führte es Artikel 10 USC 3252 an, der die Anwendung dieser Definition ausschließlich auf Pentagon-Verträge beschränkt. Das bedeutet, dass die Nutzung von Claude durch andere militärische Auftragnehmer, die Dritte betreuen, nicht unter diese Definition fällt.
2. Schutz der Kunden
Anthropic betonte, dass die Entscheidung des Verteidigungsministeriums keine bestehenden individuellen und kommerziellen Verträge berührt: „Wenn Sie Kunde sind oder einen Vertrag mit uns haben, bleibt Ihr Zugang zu Claude über API, claude.ai oder andere Produkte unverändert.“
3. Auswirkungen auf Pentagon-Auftragnehmer
Im Falle einer offiziellen Annahme des Status als Lieferkettenrisiko klärte Anthropic, dass dies nur die Nutzung des Modells im Rahmen von US-Verteidigungsministerium-Verträgen betreffe. Die Anwendung von KI zu anderen Zwecken würde unverändert bleiben.
Ergebnisse
- Anthropic ist bereit, den Rechtsstreit gegen die Aufnahme in die schwarze Liste zu führen und die Rechte seiner Kunden zu verteidigen.
- Das Unternehmen hält die Entscheidung des Verteidigungsministeriums für ausschließlich auf Pentagon-Verträge beschränkt und nicht auf andere Auftraggeber oder Auftragnehmer ausgedehnt.
- In naher Zukunft werden voraussichtlich rechtliche Schritte beider Seiten folgen, sowie mögliche Änderungen im Zugang zum Modell Claude für militärische Organisationen.
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