AMD hat den Marktanteil an dedizierten Grafikkarten nur knapp gehalten, während Nvidia bis Ende 2025 einen Anteil von 94 % erlangt hat
Der Markt für diskrete Grafikkarten im Q4 2025 – Hauptzahlen und Erkenntnisse
| Kennzahl | Q4 2025 | Veränderung zum Vorquartal |
|---|---|---|
| Marktanteil Nvidia | 94 % | +1,6 pp |
| Marktanteil AMD | 5 % | –1,6 pp |
| Marktanteil Intel | 1 % | unverändert |
| Liefermenge (AIB) | 11,48 Mio. Stück | –4,4 % gegenüber Q3, +36 % YoY |
| Installationen in Desktop-PCs | 55 % | –12,3 % |
| CPU-Lieferungen für Desktops | 21 Mio. Stück | Wachstum |
Was passiert
1. Nvidia dominiert
- Im vierten Quartal behielt das Unternehmen fast den gesamten Markt für diskrete Grafikkarten – 94 %.
- Das ist um 1,6 Prozentpunkte höher als im Vorquartal.
2. AMD und Intel bleiben im Schatten
- AMD verzeichnete einen Marktanteil von 5 % (Rückgang um 1,6 pp).
- Der Anteil von Intel blieb unverändert bei 1 %.
3. Gesamter Rückgang der Liefermengen
- Die AIB-Lieferungen sanken um 4,4 % im Vergleich zu Q3, stiegen jedoch im Jahresvergleich um 36 %.
- Ursachen: steigende Preise für Speicher und neue Zollabgaben.
4. Rückgang der Grafikkarten-Installationen in Desktops
- Der Anteil diskreter Karten in Desktop-PCs fiel auf 55 % – ein Rückgang von 12,3 %.
5. Wachstum der CPU-Lieferungen
- Die Lieferungen von CPUs für Desktops stiegen auf 21 Mio. Stück, was auf anhaltende Nachfrage nach zentralen Prozessoren hinweist.
Prognosen und Herausforderungen
- John Peddie, Präsident von Jon Peddie Research, warnt vor einem Rückgang des AIB-Marktes um fast 10 % im Jahr 2026.
- Faktoren: Preissteigerungen (Speicher, Trump‑Tarife), Konkurrenz durch leistungsstarke Laptops mit integrierter Grafik und verzögerte Kaufentscheidungen der Kunden beim PC‑Austausch.
- Insgesamt wird ein Rückgang des durchschnittlichen jährlichen Wachstums der Verkäufe diskreter Grafikkarten auf 5,9 % im prognostizierten Zeitraum erwartet.
- Bis zum Ende dieses Zeitraums könnte sich der Markt bei etwa 172 Mio. Stück stabilisieren.
Fazit
Nvidia stärkt weiterhin seine Führungsposition im Markt für diskrete Grafikkarten, trotz sinkender Liefermengen und zunehmendem Preisdruck. Die Aussichten für AMD, Intel und den gesamten Segment bleiben jedoch vorsichtig: ein verlangsamtes Wachstum und verstärkte Konkurrenz sowohl von Laptops als auch von wirtschaftlichen Faktoren werden erwartet.
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