Aktivisten von Stop Killing Games werden Verlage „einschüchtern“, indem sie die Rückgabe alter Spiele nach dem Gesetz fordern.
Neue Ära des Kampfes um „lebende“ Spiele: Stop Killing Games wird zu einer vollwertigen NGO
Im Jahr 2024 gründete eine Gruppe von Videospielfans die Initiative Stop Killing Games (SKG) als Reaktion auf Ubisofts Entscheidung, die Server des Rennklassikers *The Crew* abzuschalten. Seitdem hat sich die Bewegung von einer einfachen Online-Community zu zwei offiziellen gemeinnützigen Organisationen entwickelt, die in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten tätig sind.
Was hat sich geändert?
* Neuer rechtlicher Status
Durch die Registrierung als NGO kann SKG nun langfristig Lobbyarbeit leisten. Die Organisation plant, Einfluss auf Gesetzgebungen wie den *Digital Fairness Act* in den USA und die *Digital Content Directive* in der EU zu nehmen, um das Schließen von Servern nach dem Lebenszyklus eines Spiels rechtlich unmöglich zu machen.
* Leitung
In Europa wird die Bewegung von dem deutschen Aktivisten Moritz Katzner geleitet, der seit letztem Jahr am Projekt beteiligt ist. Er wird zudem als Berater für die amerikanische Niederlassung fungieren. Der Gründer der Bewegung, Ross Scott, hat erklärt, dass er sich aus dem operativen Management zurückzieht und Platz für neue Führungskräfte schafft.
* Ziele
SKG verlangt keine Verbote von Mikrotransaktionen oder radikale Änderungen an Geschäftsmodellen von Spielen. Ihre Forderung ist einfach: Unternehmen müssen klare Pläne zur Erhaltung der Server und Inhalte nach Ende des Supports vorlegen. Laut Katzner und Scott übersteigen die Kosten der Industrie für den Widerstand gegen diese Initiative bereits die Ausgaben, die nötig wären, um solche Pläne umzusetzen.
Was kommt als Nächstes?
* Kontrolle und Aufsicht
Die Organisation wird als „Aufsichtsbehörde“ fungieren und Anleitungen zur Einreichung von Beschwerden bei staatlichen Stellen bei jedem großen Serverabbruch veröffentlichen. Das ermöglicht es Spielern, ihre Rechte leichter zu verteidigen.
* Netzwerk-Erweiterung
SKG ist offen dafür, ähnliche NGOs in anderen Regionen zu gründen, um ein globales Netz zum Schutz der Spielerrechte aufzubauen.
Damit hat Stop Killing Games die Grenze von Aktionen zu nachhaltiger rechtlicher und politischer Aktivität überschritten und strebt an, die Erhaltung von Videospielen zu einer gesetzlichen Verpflichtung für Unternehmen zu machen.
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