„Unglaublicher Trick“: Ein Mädchen startet ein modernes Linux auf Windows 95
Neuer „Hack“ für Windows 9x: WSL9x
Eine Enthusiastin namens Hailey stellte ihr neuestes Projekt vor – den Windows 9x Subsystem for Linux (WSL9x), das sie als „einen der größten Hacks aller Zeiten“ bezeichnete.
Was ist das?
WSL9x ermöglicht es, die Linux‑Kernelversion 6.19 direkt auf Systemen der Windows 9x-Familie auszuführen. Der Benutzer erhält dieselben Möglichkeiten wie in modernen WSL-Versionen, jedoch ohne grafische Oberfläche.
Das System besteht aus drei Schlüsselkomponenten:
1. Linux‑Kernel – modifiziert, um Windows 9x-APIs anstelle von Standard-POSIX-Aufrufen zu verwenden.
2. VxD‑Treiber – ein virtuelles Gerät, das WSL9x initialisiert und Ereignisse der Benutzerschnittstelle verarbeitet, indem es sie in Kernelaufrufe übersetzt.
3. WSL‑Client – eine 16‑bitige DOS-Anwendung, die Eingaben aus der Befehlszeile als TTY-Gerät für den Kernel weiterleitet.
Wie funktioniert VxD?
Da die Win9x-Architektur keine vollständige Interrupt-Deklarationstabelle unterstützt, kann ein normaler Linux-Systemaufruf (`int 0x80`) nicht direkt abgefangen werden. Stattdessen verwendet WSL9x einen General Protection Fault (GPF)-Handler. Wenn der GPF eine `int 0x80`-Anweisung erkennt, führt er Folgendes aus:
1. Verschiebt den Instruktionszeiger so, als wäre die Unterbrechung erfolgreich abgewickelt worden.
2. Leitet den Systemaufruf an den Linux-Kernel weiter.
Damit erhält der Linux‑Kernel die benötigten Systemanfragen trotz der Win9x-Beschränkungen.
Wichtige Sicherheits- und Stabilitätsaspekte
* Der Linux‑Kernel in WSL9x läuft mit denselben Prozessorsicherheitsprivilegien auf Ebene 0 wie der Windows‑Kernel.
* Dies erhöht das Risiko gemeinsamer Sicherheitsbedrohungen: Wenn ein System ausfällt, fällt auch das andere zusammen.
Fazit: WSL9x ist eine experimentelle Schicht, die es ermöglicht, einen Linux‑Kernel ohne Grafik auf alten Windows 9x-Systemen zu betreiben, indem GPF- und VxD-Tricks verwendet werden. Benutzer erhalten Zugang zu leistungsfähigen Linux-Funktionen, müssen jedoch erhöhte Risiken für Stabilität und Sicherheit berücksichtigen.
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