OpenAI hat zwei KI-Sicherheitsabteilungen aus Profitgründen liquidiert, berichtet ein ehemaliger Mitarbeiter des Startups.
Zeugnis ehemaliger OpenAI-Mitarbeiter im Elon‑Musk-Rechtsstreit
Im Bundesgericht von Oakland (Kalifornien) haben zwei ehemalige Mitarbeiter von OpenAI vor Gericht ausgesagt, als Teil der Klage von Elon Musk gegen das Unternehmen. Sie behaupten, dass die Kommerzialisierung von KI-Produkten die Sicherheitsverpflichtungen des Startups untergraben habe und dass CEO Sam Altman systematisch den Vorstand in die Irre geführt habe.
1. Der Fall Rosa Campbell
- Beschäftigungszeitraum: 2021‑2024 im AGI‑Vorbereitungsteam (Artificial General Intelligence).
- Kernargument: OpenAI wandelte sich von einer Forschungsorganisation zu einer kommerziellen Struktur. Das Team, das sie leitete, wurde aufgelöst, und die Gruppe *Super Alignment* – verantwortlich für die Einhaltung menschlicher Werte in KI – wurde geschlossen.
- Beispiel für Sicherheitsverletzung: Microsoft startete GPT‑4 in Indien über Bing ohne Genehmigung der Deployment Security Department (DSB) von OpenAI.
- Reaktion der OpenAI-Anwälte: Bei einer Kreuzvernehmung erklärte Campbell, dass „nach ihrer Annahme“ die Sicherheitsansätze im Unternehmen dennoch besser seien als bei xAI – dem KI-Unternehmen von Musk, das SpaceX Anfang 2026 übernommen hatte.
2. Die Entlassungsgeschichte Altman
- Gründe: Im Jahr 2023 entließ der Vorstand vorübergehend Altman nach Beschwerden von Mitarbeitern über seinen Führungsstil. Zu den Kritikern gehörten der ehemalige Chief Scientific Officer Ilya Sutskever und der CTO Mira Murati, die behaupteten, dass der CEO Konflikte vermeide.
- Tasha McCollie (zu jener Zeit Vorstandsmitglied) berichtete, wie Altman den Vorstand in die Irre führte:
- Lüge über die Absicht, Helen Toner (Autorin kritischer Sicherheitsanalysen) zu entlassen.
- Nicht‑Information des Vorstands über die öffentliche Freigabe von ChatGPT.
- Verheimlichung möglicher Interessenkonflikte.
- Ergebnis: Der Vorstand verlor das Vertrauen, dass die erhaltenen Informationen ausreichend für fundierte Entscheidungen seien.
3. Konsequenzen und Reaktion
- Die Entlassung Altman fiel mit einem Aktienrückkaufangebot an Mitarbeiter zusammen.
- Das OpenAI-Personal unterstützte den ehemaligen CEO, während Microsoft auf eine Wiederherstellung der früheren Ordnung drängte. Letztlich zog sich der Vorstand zurück, und Altmans Anhänger traten zurück.
- Musk nutzte diesen Vorfall als Beweis dafür, dass die Umwandlung von OpenAI aus einem Forschungsprojekt in ein großes privates Unternehmen den „geheimen Vertrag“ der Gründer verletzt habe.
4. Expertenmeinung
David Schier (ehemaliger Dekan der Rechtswissenschaft an der Columbia University und von Musk beauftragter Experte) betonte:
> *„OpenAI behauptete, Sicherheit sei ein zentraler Bestandteil seiner Mission und profitabler als Gewinn. Wenn etwas Sicherheitsprüfungen durchlaufen muss, sollte es passieren. Es geht um das Verfahren.“*
5. Position von Tasha McCollie
McCollie sieht die Managementfehler bei OpenAI als Hinweis auf die Notwendigkeit staatlicher KI‑Regulierung:
> *„Wenn Entscheidungen von einem einzigen CEO getroffen werden und öffentliche Interessen auf dem Spiel stehen, ist das ein äußerst fehlerhaftes Konzept.“*
Kurz gesagt: Ehemalige Mitarbeiter haben vor Gericht dargelegt, wie die kommerzielle Ausrichtung und Manipulationen des Managements die Sicherheitsverpflichtungen von OpenAI untergraben. Ihre Aussagen stärken Musks Argumente, dass das Unternehmen seine eigenen Prinzipien verletzt habe, und unterstützen Forderungen nach strengeren KI‑Regulierungen.
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