KI hat das Wachstum des Speicher-Marktes so beschleunigt, dass es die konventionellen Chiphersteller bei den Einnahmen fast zweieinhalbfach übertreffen wird.

KI hat das Wachstum des Speicher-Marktes so beschleunigt, dass es die konventionellen Chiphersteller bei den Einnahmen fast zweieinhalbfach übertreffen wird.

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Neuer Blick auf den Markt für Chips und Speicher

Auftragsfertigungsfabriken für Mikroprozessoren veröffentlichen in der Regel keine Preise, aber zahlreiche Lecks zeigen, dass sie bei starkem Nachfragevolumen ihre Dienstleistungskosten konsequent erhöhen. Gleichzeitig steigen die Preisentwicklungen im Speicherbereich so schnell, dass deren Umsatz bis Ende des Jahres die Einnahmen aus der Auftragsfertigung übersteigen wird.

TrendForce-Experten haben die aktuellen Trends in beiden Segmenten analysiert und kommen zu folgendem Ergebnis:

- Speicher – der Gesamtumsatz beträgt 551,6 Mrd. US-Dollar.
- Auftragsfertigung von Chips – die Einnahmen bleiben bei 218,7 Mrd. US-Dollar, aber das ist ein historisches Maximum für die Branche.

Warum wächst der Speichermarkt schneller
TrendForce weisen darauf hin, dass der aktuelle „Superzyklus“ im Speichersegment länger andauern und intensiver sein wird als der vorherige Zyklus (2017‑2019), bei dem die Nachfrage durch Cloud-Computing angetrieben wurde. Heute verstärkt die KI-Infrastruktur den Engpass: Server benötigen immer mehr Arbeitsspeicher, und es wächst auch die Nachfrage nach Unternehmens-SSD-Speichern auf Basis von NAND‑Typen QLC. Die wichtigsten Käufer bleiben große Cloud-Anbieter, die in KI für sich selbst und ihre Kunden investieren. Diese Kunden sind nicht zu preissensibel, daher steigen die Preise bei Engpass schnell.

Warum ist die Auftragsfertigung von Chips langsamer
Der Umsatz aus Auftragsfertigungsdienstleistungen wächst deutlich langsamer, weil die Erweiterung der Kapazitäten enorme Kapitalinvestitionen erfordert. Derzeit nutzen 70‑80 % der verfügbaren Kapazität reife Fertigungsverfahren (28–90 nm), während nur 20‑30 % fortschrittliche Technologien einsetzen. Daher hat der Preisanstieg bei hochtechnologischen Prozessen einen begrenzten Einfluss auf den Gesamtumsatz der Branche. Außerdem prüfen Auftragsfertiger ihre Preise nicht so häufig wie Speicherhersteller.

Unterschied in der Produktstruktur
Speicher hat eine homogenere Produktpalette, während das Sortiment der Auftragsfertigungsfabriken von 28 bis 90 nm variiert. Die Speicherproduktion verwendet relativ einfache Werkzeuge (Fotomasken), was die Amortisation von Investitionen in Kapazitätserweiterungen beschleunigt.

Somit wird bei aktuellem Nachfrage- und Preisverlauf der Speichermarkt den Auftragsfertigungsbereich im Umsatz überholen, während der Anstieg der Dienstleistungskosten bei Auftragsfertigern aufgrund kapitalintensiver Barrieren und einer begrenzten Anzahl fortschrittlicher Prozesse moderater ausfällt.

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