Intel hat erkannt, dass sie bei der Umstellung auf den ultradünnen Fertigungsprozess von 18 Å ihre eigenen Fähigkeiten überschätzt hat.
Intel plantet die 18‑Å-Technologieprodukte auf drei Modelle auszudehnen
In den kommenden Monaten erwartet das Unternehmen, drei Varianten von Mikroprozessoren auf dem Markt zu platzieren, die nach der neuesten 18 Å (Angstrom)-Technologie gefertigt werden. Das bedeutet, dass Intel bereits über die im Lernprozess gemachten Fehler sprechen und daraus lernen kann.
Was der Finanzchef anerkannt hat
Auf einer Bank of America-Konferenz bemerkte David Zinsner:
> „Am Anfang des vergangenen Jahres hielt ich es für zwei Hauptprobleme bei der Umstellung auf 18 Å.
> 1️⃣ Wir versuchten, zu viel gleichzeitig zu tun, was den Prozess verlangsamte.
> 2️⃣ Gleichzeitig strebten wir danach, sowohl die Leistung als auch den Prozentsatz der fehlerfreien Produkte zu verbessern – fast so, als würde man ein Flugzeug in der Luft steuern und gleichzeitig das Tragflügel reparieren.“
Wie die Probleme nach dem Managementwechsel gelöst wurden
Nach dem Weggang von Patrick Gelsinger als CEO beseitigte Zinsner zusammen mit Michelle Johnston Holthaus schrittweise die Schwierigkeiten:
1. Stabilisierung der Leistung – das erste Ziel, gefolgt von einer regelmäßigen Qualitätssteigerung bei den gefertigten Chips.
2. Offenlegung von Daten für Partner – unter der Leitung des neuen CEOs Lip‑Bu Tan teilte das Unternehmen wichtige Informationen über den Entwicklungsprozess mit Kunden und Lieferanten. Diese Maßnahme erwies sich als entscheidend: Externe Experten halfen, die Probleme schnell zu beheben, und nach der offenen Zusammenarbeit stieg die Rate fehlerfreier Produkte monatlich.
Ziele für 2027
Bis Ende 2027 strebt Intel an, ein Fehlerrate-Niveau zu erreichen, das die geplante Rentabilität ermöglicht. Die noch neuere Technologie von 14 Å hat einen noch ambitionierteren Zeitplan: In einem ähnlichen Entwicklungsstadium verspricht sie bessere Leistung und Qualität als 18 Å. Der Erfolg von 14 Å wird erleichtert durch bereits erprobte Transistorstrukturen mit umgebender Gate (GAA) und Rückwärtsspannungsversorgung, die im 18‑Å-Prozess eingeführt wurden.
CPU-Markt und strategische Schritte
Zinsner bewertete das Wachstum des CPU-Marktes im Kontext der zunehmenden Bedeutung von Inferenz nicht, sagte jedoch lächelnd: „Jetzt wird alles verkauft, was als CPU gekennzeichnet ist.“ Das Hauptproblem besteht in unzureichender Produktionskapazität, um die Nachfrage zu decken. Daher ist Intel bereit, längere Verträge mit Kunden abzuschließen, um Risiken bei der Produktionsausweitung und Verkaufsplanung zu reduzieren.
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