Google hat die „lebenslangen kostenlosen“ G‑Suite Legacy‑Konten in den kostenpflichtigen Modus umgewandelt.
Google verlangt erneut die Bezahlung für alte G‑Suite-Konten
Seit Anfang Mai 2026 sendet Google E-Mails an Nutzer, deren kostenlose Konten aus dem G Suite Legacy-Programm noch bestehen. In den Nachrichten heißt es, dass bei Nichtbezahlung innerhalb von 45 Tagen der Zugang zu Diensten wie Gmail, Drive, Kalender und Meet gesperrt wird.
Google bezeichnet diese Konten als „für kommerzielle Zwecke genutzt“. Das hat zu einer Welle von Beschwerden auf Reddit geführt: Viele Nutzer behaupten, ihre Konten würden ausschließlich für Familienmail und die Verbindung persönlicher Domains verwendet werden und nicht für geschäftliche Zwecke.
Was genau verlangt Google
> „Um weiterhin Ihre Dienste nutzen zu können, wechseln Sie bitte auf ein kostenpflichtiges Google Workspace-Abonnement. Beachten Sie die Benachrichtigungen zum Beschwerdeprozess in der Google Admin-Konsole oder per E‑Mail. Wenn Sie innerhalb des 45-tägigen Beschwerdefristes keine Maßnahmen ergreifen, wird Google beginnen, die Kernfunktionen von Google Workspace zu suspendieren, einschließlich Gmail, Kalender, Drive und Meet. Dadurch verlieren Sie den Zugang zu den Hauptdiensten und Daten.“
> „Die veraltete kostenlose Version von G Suite ist ausschließlich für persönliche, nicht-kommerzielle Nutzung bestimmt. Wenn Nutzer als kommerziell identifiziert werden, wenden wir unsere bestehende Richtlinie an und unterstützen sie beim Wechsel zu Google Workspace. Jeder, der der Meinung ist, dass sein Konto fälschlicherweise als kommerziell genutzt eingestuft wurde, kann eine Beschwerde einreichen.“ – so erklärte ein Vertreter von Google Workspace bei The Register.
Wie funktioniert die Beschwerde
Nutzer beschreiben den Prozess als „extrem undurchsichtig“.
- Einer erhielt zunächst einen Ablehnungsbescheid, doch nach einer Anfrage gemäß GDPR prüfte das Unternehmen die Entscheidung erneut und reaktivierte das Konto.
- In anderen Fällen verwendet Google „Signale“, die fälschlicherweise persönliche Konten mit geschäftlicher Tätigkeit verbinden können.
- Es gab Fälle, in denen ein Beschwerdeantrag für eine Familiengruppe einfach ohne Begründung abgelehnt wurde.
Geschichte
Im Jahr 2022 versuchte Google bereits, kostenlose G Suite Legacy-Konten zu schließen, zog die Initiative jedoch nach öffentlichem Widerstand zurück. Im Mai 2026 beschuldigt das Unternehmen erneut alte Nutzer der Verletzung von Regeln für nicht-kommerzielle Nutzung.
Fazit:
Google verlangt die Bezahlung eines Workspace-Abonnements für alle verbleibenden kostenlosen G Suite Legacy-Konten, sonst wird der Zugang zu den Kern-Diensten gesperrt. Nutzer können Beschwerde einreichen, aber der Prozess bleibt unklar und führt manchmal zu falschen Sperrungen persönlicher Konten.
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