Ein neues OpenAI-Modell wird von einem anderen KI-System entwickelt – der Superintellekt ist bereits fast hier.

Ein neues OpenAI-Modell wird von einem anderen KI-System entwickelt – der Superintellekt ist bereits fast hier.

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Wie eine KI‑Modell „schreibt“ die nächste: möglicher Schritt zum Superintelligenz

In einem kürzlich abgehaltenen Interview für CNBC teilte der Geschäftsführer von SoftBank, Masayoshi Son, mit, dass OpenAI seine zukünftige Modellentwicklung mithilfe eines bereits bestehenden KI-Systems durchführt. Nach seinen Angaben wird diese „rekursive“ Methode bei allen großen Modellen angewendet: jedes neue System erstellt das nächste und damit ein exponentielles Wachstum der Intelligenz.

> *„Sobald dies geschieht, wird die KI‑Modell die nächste KI‑Modell generieren. Sie wird exponentiell klüger als wir alle sein. Das ist Superintelligenz“,* sagte Son und fügte hinzu, dass die Kompetenzen von Ingenieuren nicht mehr mit dem Tempo der Entwicklung Schritt halten können.

OpenAI hat bislang keine Details zu seinen Forschungen kommentiert, aber im Februar kündigte es GPT‑5.3‑Codex als „das erste Modell, das eine wichtige Rolle bei seiner eigenen Schaffung spielte“ an. Das Codex-Team nutzte frühe Versionen zur Fehlerbehebung beim Training, zur Bereitstellung und zur Bewertung der Ergebnisse.

Wie sich die Prognosen von Masayoshi Son verändert haben
Vor zwei Jahren sprach Son davon, dass künstliche Superintelligenz (ASI) in 10 Jahren auftauchen würde und 10.000‑mal intelligenter als ein Mensch sein würde. Diese Woche hat er seine Einschätzung überdacht: nun sei ASI bereits innerhalb von zwei Jahren möglich.

> *„In meiner Vorstellung sollte es in vier Jahren geschehen, nicht in zehn. Jetzt sage ich, dass es in den nächsten zwei Jahren passieren wird“,* bemerkte er.

Son erwähnte auch, dass er täglich 2–3 Stunden ChatGPT von OpenAI nutzt und ihn als „klüger“ in den meisten Bereichen ansieht. Laut SoftBank wird KI in den nächsten ein paar Jahren in etwa 70‑80 % der Bereiche den Menschen übertreffen, und dort, wo sie die menschliche Intelligenz übertrifft, könnte sie bis zu zehnmal klüger sein.

Warum das wichtig ist
SoftBank investiert seit langem in KI: von Arm (Chiphersteller) und Beteiligungen an OpenAI bis hin zu Investitionen in Robotik und autonomes Fahren. Er glaubt, dass die KI-Revolution 50‑mal größer sein wird als die Dotcom-Revolution Anfang der 2000er Jahre.

Allerdings haben die Risiken des „rekursiven Selbstverbesserungsprozesses“ (RSI) – bei dem ein System seinen Nachfolger vollständig autonom entwirft – Aufmerksamkeit erregt. Das Unternehmen Anthropic veröffentlichte eine Warnung vor einer möglichen Kontrollverlust über solche Systeme, betonte aber auch die potenziellen Vorteile von RSI.

OpenAI erwähnte in seiner jüngsten Arbeit „frühe Anzeichen“ von RSI in modernen Modellen und prognostiziert einen verstärkten Wettbewerb zwischen Entwicklern und Ländern sowie das Auftreten von Managementproblemen, mit denen bestehende Institutionen nicht zurechtkommen werden.

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