Ein Malware-Mod von Minecraft infizierte 116 000 PCs und ermöglichte Angreifern den Zugriff auf die Kameras der Benutzer
McAfee Labs enthüllt eine groß angelegte Cyberkampagne gegen Minecraft-Nutzer
Die Experten von McAfee Labs haben einen groß angelegten Angriff auf Fans des beliebten Spiels Minecraft entdeckt. Hacker verbreiten Schadcode namens WeedHack, der als kostenlose Mods und in alternativen Spiel-Clients versteckt wird.
Angriffsumfang – Seit Anfang 2026 wurden mehr als 116 000 erfolgreiche Infektionen verzeichnet.
- Täglich tauchen neue Opfer zwischen 2 000 und 3 000 Personen auf.
- Der Erfolg des Tools erklärt sich durch seine niedrigen Kosten und die einfache Handhabung.
Funktionsweise von WeedHack
1. Abonnement als Service – Das Produkt wird als legitimer Dienst mit einer benutzerfreundlichen Verwaltungsoberfläche angeboten.
2. Grundlegende Skript-Sammlung ist kostenlos über einen Discord‑Account verfügbar.
3. Für 5 $ erwerben Nutzer Premium-Status, der Folgendes freischaltet:
- Fernzugriff auf Passwörter,
- Lesen persönlicher Dateien,
- Versteckter Start der Webcam.
Zielgruppe – Der niedrige Preis zog viele Schüler und Studenten an.
- Forscher des Telegram-Kanals der Virus‑Ersteller stellten fest, dass Jugendliche WeedHack nicht zum Diebstahl von Bankdaten nutzen, sondern zur Mobbing:
- Sie filmen Spieler über deren Webcam,
- Veröffentlichen die Videos als „Trophäen“ in Chats,
- Erpressen Opfer, indem sie deren realen Standort preisgeben.
Reaktion der Plattform – Die Administratoren des Messengers haben bereits das Haupt-Community-Gemeinschaft von etwa 850 Mitgliedern entfernt.
Damit betont McAfee Labs die Gefahr von WeedHack als günstiges und einfaches Werkzeug für Cyberbetrug und Mobbing unter Jugendlichen.
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