Das Gericht stellte die Klage von VLSI gegen Intel auf 3 Milliarden Dollar zurück und leitete den Patentrechtsstreit zur Verhandlung vor einer Jury ein

Das Gericht stellte die Klage von VLSI gegen Intel auf 3 Milliarden Dollar zurück und leitete den Patentrechtsstreit zur Verhandlung vor einer Jury ein

2 hardware

Kurze Zusammenfassung der Entscheidung

Der US-Bundesgerichtshof hat entschieden, den Fall des Patentantrags VLSI Technology gegen Intel in vollem Umfang zurückzuverweisen. Das Gericht hebt das Urteil von 2024 auf, wonach die Intel-Prozessoren keine Verletzung des VLSI-Patents für die Messmethode der maximalen Frequenz mehrprozessoriger Chips darstellen. Der Fall wird nun vor einer Jury verhandelt.

Warum das Gericht den Fall zurückverweist

Das Berufungsgericht kam zu dem Schluss, dass der Streit nicht im Rahmen eines vereinfachten Gerichtsverfahrens gelöst werden kann. Daher muss die Frage der tatsächlichen Patentverletzung von einer Jury entschieden werden. Diese Entscheidung legt keine Haftung für Intel fest, hebt jedoch die frühzeitige Beendigung des Verfahrens auf, die dem Unternehmen zugutekam.

Entscheidungen zur Expertise

Das Gericht bestätigte die vorherige Entscheidung, den Experten VLSI – Ryan Salivan – aus dem Verfahren auszuschließen. Das Gericht stellte fest, dass er die angewandte Methodik und die Berechnungen, auf denen die Forderung nach Schadensersatz basiert, nicht angemessen offenlegt hat. Trotzdem kann VLSI weiterhin Schadensersatz fordern, wenn es einen anderen Experten benennt.

Zwischenresultate für Intel

Für Intel war ein wichtiger Sieg die Zustimmung des Gerichts zu einer engeren Definition möglicher Schadenberechnungen. Das Unternehmen überzeugte das Gericht davon, dass die patentbezogenen Messbeschränkungen nur außerhalb der USA – in den Phasen Test und Verpackung – verletzt wurden und nicht im Produktionsprozess von Siliziumwafern innerhalb des Landes. VLSI bestreitet diese Schlussfolgerung.

Kontext eines größeren Streits

Der Fall ist Teil einer langfristigen Patentrechtsstreitigkeit zwischen VLSI und Intel, die Mitte der 2010er Jahre begann. VLSI reichte mehrere Klagen in den USA und anderen Gerichtsbarkeiten ein und behauptete, dass Intel 19 Patente verletzt habe, die ursprünglich von Freescale, NXP und SigmaTel entwickelt wurden. Gerichtsentscheidungen zu einzelnen Ansprüchen waren unterschiedlich: einige Gerichte unterstützten VLSI, andere erklärten die Patente ungültig.

Ein weiterer Streit – Finjan-Lizenz

Eine separate Frage betrifft die Anwendbarkeit der Lizenzvereinbarung von Intel mit Finjan (geschlossen im Jahr 2012) auf VLSI-Patente. Beide Unternehmen stehen unter der Kontrolle der Fortress Investment Group. Intel behauptet, dass die Lizenz alle Patente von Finjan und anderen Strukturen innerhalb der Gruppe abdeckt und daher auf das VLSI-Portfolio angewendet werden muss. VLSI antwortet, dass die Vereinbarung nicht auf sie zutrifft, da das Unternehmen erst vier Jahre nach Erteilung der Lizenz gegründet wurde und somit nicht unter ihre Bedingungen fällt.

Hintergrundänderungen im Besitz von Fortress

Im Jahr 2024 erwarb das Konsortium, angeführt von Mubadala Investment Company, einen Mehrheitsanteil an Fortress von SoftBank Group. Obwohl dies den Ausgang des Falls nicht direkt beeinflusst, verstärkt es die Diskussion darüber, welche Patentportfolios unter alten Lizenzvereinbarungen fallen.

Somit hat das Gericht den Fall zurückverweist, behält jedoch mehrere Schlüsselentscheidungen zur Expertise bei und begrenzt die möglichen Schadenberechnungsrahmen. Dieses Ereignis stellt einen wichtigen Meilenstein im fortlaufenden Patentrechtskonflikt zwischen zwei Giganten der Mikroprozessorindustrie dar.

Kommentare (0)

Teile deine Meinung — bitte bleib höflich und beim Thema.

Noch keine Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar und teile deine Meinung!

Um einen Kommentar zu hinterlassen, melde dich bitte an.

Zum Kommentieren anmelden