Cloud‑Services haben Startups im KI-Bereich den Zugang zu GPUs verwehrt, und ihre Ressourcen wurden von Anthropic und OpenAI aufgezehrt

Cloud‑Services haben Startups im KI-Bereich den Zugang zu GPUs verwehrt, und ihre Ressourcen wurden von Anthropic und OpenAI aufgezehrt

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Kurzfassung

Die Cloud-Giganten Microsoft, Amazon und CoreWeave haben den Großteil der verfügbaren Grafikkarten (GPU) erobert und Start-ups in die Warteschlange gestellt. Dies betrifft Unternehmen, die von Risikokapitalfonds wie Sequoia Capital, Founders Fund, General Catalyst und Andreessen Horowitz finanziert werden. Die Miete für GPUs ist in den letzten sechs Monaten um mehr als 25 % gestiegen, und laut Azure könnte der Engpass bis Ende 2026 andauern.

1. Was passiert
Anbieterverteilung
Microsoft: dreistufiges Modell
• Priorität für ~1000 große Kunden (Jahresverträge).
• Mittelständische Unternehmen erhalten Manager.
• Kleine und Mikrounternehmen über Partner.
Amazon & CoreWeave: ähnliches Modell, aber mit strengeren Kontingenten:
• Für Blackwell-Chips sind mindestens 1 000 Stück und ein Jahresvertrag im Bereich von mehreren Millionen Dollar erforderlich.
• Ältere NVIDIA-Modelle stehen erst nach Wochen/Monaten Warteschlangen zur Verfügung.

2. Warum Start-ups in der Schlange
1. Prioritäre Deals
Microsoft, Amazon und CoreWeave haben milliardenschwere Verträge mit Anthropic und OpenAI abgeschlossen, was diesen Unternehmen vorrangigen Zugang zu GPUs garantiert.
2. Reduzierte Kontingente für kleine Unternehmen
Die Einführung neuer KI‑Tools hat die Nachfrage nach Rechenleistung stark erhöht, während Anbieter die Limits für kleinere Kunden gesenkt haben.
3. Ablauf alter Verträge
Viele Start-ups hatten im vergangenen Jahr 2–3 Jahre lange Vereinbarungen; diese laufen jetzt aus und die Anbieter nutzen dies als Anlass, Kapazitäten zugunsten zahlungskräftigerer Kunden umzuleiten.

3. Reaktion der Risikokapitalfonds
- General Catalyst
Der Managing Partner Hemant Taneja hat Umfragen an Gründer seiner Portfoliounternehmen gesendet, um den tatsächlichen Zugang zu GPUs zu ermitteln. Als Antwort auf die Anfragen kündigte er die Schaffung gemeinsamer Rechenpools und die Absicht an, im Namen seiner Investitionen mit Anbietern zu verhandeln.
- Andreessen Horowitz & Index Ventures
Nachdem große Anbieter Anfang 2023 den öffentlichen Zugang eingeschränkt hatten, begannen diese Fonds eigene GPU‑Pools für Start-ups aus ihren Portfolios aufzubauen.

4. Konsequenzen für bestimmte Unternehmen
Unternehmen Investitionen Aktuelle Situation
Anthropic – Trotz großer Verträge hat es Kapazitätsengpässe; Azure meldet Engpass bis Ende 2026.
Lightning AI – Verwalten ~40 000 GPUs, aber ~40 Unternehmen stehen in der Warteschlange mit Bedarf an 400 000 Chips. Der Preis pro Stunde stieg von $1,6 auf >$2 (bei manchen Konfigurationen noch höher).
Krea $83 Mio. von Andreessen Ventures und Bain Capital Ventures – Vor sechs Monaten einen Vertrag über mehrere hundert Blackwell‑Chips zu $2,8/Stunde abgeschlossen. Bei Versuchen, die Kapazität für neue Modelle zu erweitern, hörten Anbieter auf zu antworten oder verwiesen auf Engpässe.

5. Zahlen
- Preissteigerung: In sechs Monaten stieg die Miete für GPUs um mehr als 25 %.
- Kontingente: Für Blackwell‑Chips sind mindestens 1 000 Stück und ein Jahresvertrag mit einem Budget von mehreren Millionen Dollar erforderlich.
- Verfügbarkeit alter Chips: Wartezeiten von Wochen bis Monaten, manchmal sogar länger.

6. Was kommt als Nächstes
1. Fonds bauen weiterhin eigene GPU‑Pools auf, um die Abhängigkeit von großen Anbietern zu verringern.
2. Anbieter verschärfen die Zugangskontrolle: Wenn ein Kunde seine reservierten Chips nicht vollständig nutzt, kann er den Zugang dauerhaft verlieren.
3. Langfristige Verträge mit großen KI‑Unternehmen bleiben vorrangig, aber selbst diese stoßen aufgrund der steigenden Nachfrage an Grenzen.

Fazit
Der Mangel an GPUs in der Cloud wird zu einem ernsthaften Hindernis für Start-ups. Risikokapitalfonds reagieren mit dem Aufbau eigener Pools und aktiven Verhandlungen mit Anbietern, doch die großen Akteure behalten weiterhin vorrangigen Zugang. Die Mietkosten steigen, die Wartezeiten verlängern sich – eine Situation, die in den kommenden Jahren genau beobachtet werden sollte.

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