Astronomen haben erstmals einen rätselhaften Supernova-Explosion aufgezeichnet, der die Entwicklung einer neuen Theorie erforderte.

Astronomen haben erstmals einen rätselhaften Supernova-Explosion aufgezeichnet, der die Entwicklung einer neuen Theorie erforderte.

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Neuer Typ einer kosmischen Explosion: „Superkilonova“

PunktWas geschah nach der EntdeckungIm August 2025 registrierten die gravitationellen Wellentonendetektoren LIGO und Virgo das Ereignis AT2025ulz in einer Entfernung von 1,3 Mrd. Lichtjahren. Der erste Signaleine Gravitationsimpuls erschien, charakteristisch für den Zusammenstoß von Objekten geringer Masse – ähnlich wie bei Neutronensternen. Das erinnerte an GW170817 (2017) und wurde zum zweiten registrierten Fall einer Kilonova-Entstehung. Die Positionsbestimmung durch gravitative Methoden war ungenau genug, um die Suche nach einem optischen Äquivalent zu erschweren.

Wie sich das Ereignis entwickelte
1. Klassischer Beginn der Kilonova
- Teleskope weltweit (einschließlich Palomar) beobachteten ein schnell verblassendes rotes Leuchten, typisch für die Synthese schwerer Elemente (Gold, Uran).

2. Unerwartete Wendung
- Nach einigen Tagen verstärkte sich das Ausblitzen, nahm einen blauen Schimmer an und im Spektrum tauchte Wasserstoff auf – Anzeichen einer normalen Supernova. Das verunsicherte die Beobachter.

3. Lokalisierungsprobleme
- Da die Wahrscheinlichkeit, dass zwei starke Katastrophen gleichzeitig im selben Himmelsbereich auftreten, extrem gering ist, vermuteten Wissenschaftler, es handle sich um ein einzelnes, aber ungewöhnliches Ereignis.

Theoretisches Modell
- Kollaps einer Supernova:
Während des Kollapses einer schnell rotierenden massereichen Stern könnte eine Fragmentierung stattgefunden haben, die zwei ultraleichte „verbotene“ Neutronensterne (Masse < 1 M☉ – widerspricht bestehenden Theorien) hervorgebracht hat.

- Zusammenstoß und Kilonova:
Diese neu entstandenen Objekte zogen sich spiralförmig aneinander und kollidierten nahezu sofort, was die Kilonova und das Gravitationssignal auslöste.

- Dauerhafte Stoßwelle:
Die Stoßwelle des ursprünglichen Supernova-Ausbruchs dehnte sich weiter aus und erzeugte einen zweiten optischen Nachweis – eine typische Supernova.

Damit wurde ein „kosmisches Matrioshka“ beobachtet: zwei stark unterschiedliche Signale (Kilonova und Supernova) entstanden nacheinander im selben Ereignis.

Was kommt als Nächstes?
- Neue Daten erforderlich:
Um die Existenz solcher „Superkilonovas“ zu bestätigen oder auszuschließen, sind weitere Beobachtungen nötig.

- Observatorien „Rubin“ und „Roman“:
- *„Rubin“* führt bereits ein Monitoring von schnell verändernden Ereignissen durch.
- *„Roman“* soll im September 2026 ins All gestartet werden.

Viel Erfolg bei der Suche für beide Teams!

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