Anthropic: Wir haben keinen „Rupel“ von Claude-Modellen in den geschlossenen Pentagon-Systemen.

Anthropic: Wir haben keinen „Rupel“ von Claude-Modellen in den geschlossenen Pentagon-Systemen.

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Kurzfassung des Nachrichtenmaterials

Anthropic, das Unternehmen hinter dem KI-Modell Claude, erklärte, dass es nach der Bereitstellung seiner Modelle in geschlossenen Pentagon-Systemen keinen Zugriff auf diese Systeme hat und nicht in der Lage ist, deren Betrieb zu beeinflussen. Diese Aussage widerlegt die Argumente des Verteidigungsministers Peter Heegset, der behauptete, Anthropic stelle eine Bedrohung für die Lieferkette dar.

1. Technische Details zur Bereitstellung
* Fall Nr. 26‑1049 – 60-seitige Klage vor dem Berufungsgericht des District of Columbia.
* In der Klage wird die Architektur von Claude im Pentagon detailliert beschrieben: das Modell ist „statisch“ – es verändert sich nicht selbst und degradiert nicht.
* Anthropic kann:
* Updates senden;
* Schwachstellen einführen;
* Das System aus der Ferne abschalten;
* Einen Backdoor oder Fernzugriff auf die Infrastruktur des Verteidigungsministeriums (DOW) haben.
* Vor der Bereitstellung testet die Regierung jedes Modell selbstständig und führt eine mehrstufige Analyse seines Verhaltens durch.
* Wenn Anthropic-Ingenieure Zugang zu geheimen Daten erhalten, dürfen sie mit dem Modell nur nach Entscheidung der Behörde und unter deren strenger Kontrolle arbeiten.

2. Widerspruch der Ministerargumente
Minister Heegset und Forschungsbeauftragter Emil Michael behaupteten, dass Anthropic ein „operatives Veto“ über militärische Operationen erlangen wolle und Claude heimlich ändern oder im Einsatz abschalten könne.
Anthropic weist diese Behauptungen als unbegründet zurück, da es physisch nicht möglich ist, eine der genannten Aktionen durchzuführen.

3. Richtlinie zur Nutzung von Claude
* Der Konflikt entstand aus einer Auseinandersetzung über zwei Punkte der zulässigen Verwendung des Modells:
* Verbot der Nutzung von Claude für tödliche autonome Waffen;
* Verbot der massenhaften Überwachung amerikanischer Bürger.
* Anthropic hält das Modell für nicht zuverlässig genug für diese Aufgaben: ein Fehler bei einer autonomen Kampfentscheidung könnte den Tod von Soldaten oder Zivilisten kosten, und die bestehende Rechtsgrundlage berücksichtigt nicht die Datenverarbeitungsmenge von KI-Systemen.

4. Verhandlungen mit dem Pentagon
* Im September 2025 forderte das Pentagon erstmals eine Genehmigung für „alle legitimen Anwendungen“ von Claude.
* Nach mehreren Monaten der Verhandlung:
* Am 24. Februar 2026 traf Heegset persönlich den CEO und Mitbegründer von Anthropic, Dario Amodei, lobte die Fähigkeiten des Modells und schlug eine Zusammenarbeit vor.
* Gleichzeitig stellte er ein Ultimatum: Wenn das Unternehmen bis zum 27. Februar nicht zustimmt, wird es als Bedrohung für die Lieferkette erklärt.
* Am 26. Februar antwortete Amodei öffentlich und betonte, dass Entscheidungen über militärische Operationen vom Pentagon getroffen werden und Anthropic „nach Gewissen“ keine Bedingungen des Ministers akzeptieren könne. Er wies auf den Widerspruch hin: gleichzeitig eine Bedrohung zu erklären und seine Anwesenheit in Einsatzsystemen zu verlangen.

5. Folgen für das Geschäft
* Der Bedrohungsstatus gilt für alle Produkte und Dienstleistungen von Anthropic sowie für direkte oder Unterauftragsverträge mit dem Pentagon.
* DOW kündigte ein zweijähriges Abkommen im Wert von bis zu $200 Mio. auf.
* Ein Memorandum vom 6. März verpflichtete alle Abteilungen der Behörde, die Nutzung von Anthropic-Produkten einzustellen und das Unternehmen innerhalb von 180 Tagen aus den Listen genehmigter Lieferanten zu entfernen.

6. Gerichtsverfahren
* Das Berufungsgericht des District of Columbia verweigerte Anthropic eine einstweilige Verfügung gegen den Bedrohungsstatus, ordnete jedoch ein beschleunigtes Verfahren zur Sache an.
* Das Gericht erkannte an, dass das Unternehmen ernsthafte Argumente vorbringt und während der Verhandlung irreparablen Schaden erleiden könne.
* Neue Anhörungen sind für den 19. Mai 2026 geplant.

Ergebnis:
Anthropic behauptet, keine technische Möglichkeit zu haben, seine Modelle im Pentagon zu beeinflussen, wodurch die Anschuldigungen des Ministers Heegset widerlegt werden. Trotzdem sieht sich das Unternehmen mit erheblichen rechtlichen und kommerziellen Konsequenzen konfrontiert, weil die Regierung den Bedrohungsstatus für die Lieferkette festgelegt hat. Das Gerichtsverfahren wird in den kommenden Monaten weitergehen.

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